Ă–PNV-Individualisierung
Toyota bringt seine experimentellen, extrakompakten Elektrofahrzeuge i-Road und COMS nach Europa. Im Oktober 2014 startet auf die Straßen der südfranzösischen Stadt Grenoble ein auf drei Jahre angelegtes Car-Sharing-Projekt mit 70 Toyota Elektrofahrzeugen
Köln, 1. Juli 2013 – Toyota bringt seine experimentellen, extrakompakten Elektrofahrzeuge i-Road und COMS nach Europa. Im Oktober 2014 startet auf die Straßen der südfranzösischen Stadt Grenoble ein auf drei Jahre angelegtes Car-Sharing-Projekt mit 70 Toyota Elektrofahrzeugen.
Bekannt sind die E-Autochen aus dem Projekt „Ha:mo“ in Toyota City, der Name ist ein Akronym aus „harmonische Mobilität“. Zur Versorgung der E-Mobile sollen von Sodetrel, einer Tochter des französischen Energieunternehmens EDF rund 30 Ladestationen in der Stadt errichtet werden. Weitere Kooperationspartner sind die Stadt Grenoble und der örtliche Car-Sharing-Betreiber Citélib.
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Die Autos sollen in die Flotte von Citélib eingegliedert und mit der IT-Infrastruktur des öffentlichen Verkehrssystems verknüpft werden, um die individuelle Mobilität mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu verbinden. Dazu soll der Nutzer mit einer Smartphone-Application erfahren, ob am Ankunftsort ein Toyota zur Verfügung steht, das Fahrzeug reservieren, freischalten und die Nutzungsgebühr bezahlen können. Eine weitere App soll schon vor Beginn der Fahrt Hilfestellung geben, welche die aktuell beste (Gesamt-)Route ist.
Entscheidend: die Vernetzung zwischen Ă–PNV und Car-Sharing
Der einsitzige, pragmatische COMS hat vier Räder, der i-Road mit drei Rädern und zwei Sitzen ist deutlich emotionaler, weil er dank Neigetechnik auch Fahrspaß bieten kann. Laut Toyota verbindet er das Handling eines Motorrads mit dem Komfort und der Stabilität eines Autos. Beiden E-Autos gemein ist, dass sie nur wenig Parkraum beanspruchen. Das Datenmanagement-System für die Reservierung der Fahrzeuge namens „Citélib by Ha:mo“ ist das zweite „Ha:mo“-Projekt von Toyota und das erste außerhalb Japans.
Und warum Grenoble?
Die Stadt hält viel auf ihre Technologieaffinität, verweist stolz auf ihren bekannten „Presqu’île“ genannten Wissenschaftspark, ist Sitz dreier Universitäten, beherbergt unter anderen eine Großforschungseinrichtung zu Atom- und Alternativer Energie. Immerhin 60.000 Menschen studieren hier auf einer der modensten Universitäten in Frankreich. Beim öffentlichen Nahverkehr fällt nicht so sehr das Erreichte auf, sondern der sichtbare Wille zu Veränderungen: 1987 hat Grenoble als zweite Stadt nach Nantes die Trambahn wiedereingeführt. 2013 zählte der ÖPNV der 665.000 Einwohner zählenden Stadt 78 Millionen Fahrgäste, aktuell wird die fünfte Trambahnlinie in Betrieb genommen. Dazu kommen 5000 öffentliche Fahrräder „Metrovélo“ und über 320 km Radwege. Bei so viel Ehrgeiz hat Grenoble einen Partner wie Toyota geradezu erwartet. (fpi)