Traktions-Beihilfe
Ein Allradantrieb ist im verschneiten Gebirgen eine feine Sache, die manch ein Käufer gern ohne Outdoor-Look hätte. Volkswagen bietet als einer der wenigen in dieser Klasse die aktuellen Golf-Ableger mit seinem Haldex-System an. Wir waren mit dem Seat Leon ST 4Drive unterwegs
- Henry Dinger
Madrid (Spanien), 17. Juli 2014 – Ein Allradantrieb ist im verschneiten Gebirgen eine feine Sache, die manch ein Käufer gern ohne den extrovertierten Auftritt der aktuell vielerorts vertretenen, plastikbehangenen Outdoor-Kombis hätte. Volkswagen bietet als einer der wenigen in dieser Klasse die aktuellen Golfableger mit seinem Haldex-System der fünften Generation an. Wir waren mit dem neuen Seat Leon ST 4Drive unterwegs.
Nur als Diesel mit Schaltgetriebe
Der 4Drive-ST kann nur mit einem 105 PS starken 1,6-Liter-TDI oder einem Zweiliter-TDI mit 150 PS bestellt werden. Beide sind mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe verknüpft, das Doppelkupplungsgetriebe DSG wird, zumindest vorerst, nicht angeboten. Außer dem kleinen Schriftzug „4Drive“ an der Heckklappe sieht man dem Kombi den Allradantrieb nicht an. Die Haldex-Kupplung sitzt an der Hinterachse und frisst so dem Kofferraum keinen Platz weg. Nach wie vor schluckt das Stauabteil 587 Liter. Wer mehr Gepäck und weniger Leute mitnehmen will, klappt einfach die Sitzlehnen um und vergrößert so den Lagerraum auf bis zu 1470 Liter.
Traktions-Beihilfe (16 Bilder)

Seat Leon ST 4Drive kommt nun auch mit Allradantrieb auf den Markt.
Knopfarm
Das Cockpit ist übersichtlich und funktional. Wie in fast allen modernen Autos wären ein paar Ablagen mehr ganz gut. Die wenigen Schalter und Knöpfe lassen sich intuitiv bedienen. Zwei große Uhren hinter dem Lenkrad zeigen Drehzahl und Geschwindigkeit, dazwischen sitzt ein gut ablesbares Display. Die Sitze haben zwar etwas kurze Oberschenkelauflagen, punkten aber mit gutem Seitenhalt.
Starker 150-PS-Diesel
Der kleinere Motor mit 105 PS beschleunigt das Auto nur zäh. Zwölf Sekunden braucht der 1.6-TDI auf Tempo 100 und wird maximal 187 km/h schnell. Dafür soll der Wagen im NEFZ auch nur 4,5 Liter verbrauchen. Sehr viel mehr nimmt sich – zumindest im Zyklus – das stärkere Aggregat mit 4,8 Litern auch nicht. Bei einer Ausfahrt über Autobahnen, Landstraßen und durch Ortschaften im Madrider Umland standen 6,3 Liter auf dem Bordcomputer.