Ende der Ecken?
Beim Nachfolger der aktuellen Mercedes E-Klasse, die Anfang 2016 offiziell vorgestellt werden soll, muss alles von Anfang an passen, zu wichtig ist diese Baureihe für Mercedes. Derzeit sind Testwagen mit einiger Tarnung unterwegs
München, 22. September 2014 – Das soll sich nicht noch einmal wiederholen: 2009 wurde die aktuelle E-Klasse vorgestellt, und nur vier Jahre danach musste Mercedes nach einiger Kritik ein enorm teures Update hinterherschieben. Beim Nachfolger, der Anfang 2016 offiziell vorgestellt werden soll, muss alles von Anfang an passen, zu wichtig ist diese Baureihe für Mercedes. Derzeit sind Testwagen mit einiger Tarnung unterwegs.
Trotz aller vorhandener Verpackung sieht man, dass die eher eckige Linienführung bei der aktuellen E-Klasse zu den Akten gelegt wird. Stattdessen mixt der W 213, so die interne Bezeichnung, Designelemente von C- und S-Klasse. Der Dachverlauf wird etwas rundlicher. Unübersehbar ist die Verwandtschaft zu den anderen klassischen Limousinen-Baureihen bei den Scheinwerfern und Rückleuchten.
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Hier fährt die neue E-Klasse: Gut zu erkennen sind der große Kühlergrill und die Außenspiegel im C-Klasse-Design
Reihensechszylinder kommen zurück
Bei den Motoren wird sich an der Basis wenig verändern. Neu hinzu kommt wohl der 1,6-Liter-Vierzylinder aus dem C 180 mit 156 PS. Deutlich darüber setzt Mercedes künftig auf aufgeladenen Reihen-Sechszylinder. Mit mindestens 280 PS dürften sie aber eine Randerscheinung bleiben. Die für den deutschen Markt so wichtigen Dieselmotoren werden einen Bereich zwischen 140 und etwas mehr als 300 PS abdecken.
Derzeit wird in Deutschland nur ein Hybridantrieb in der E-Klasse angeboten – das wird sich ändern. Denkbar wäre der Antrieb des S 500 Plug-in-Hybrid auch in der E-Klasse. Wichtig für einen breiten Erfolg wären aber bezahlbare Hybridmodelle mit 170 bis 220 PS – in diesem Leistungsspektrum werden derzeit die meisten Autos in der oberen Mittelklasse verkauft.
Anleihen von der S-Klasse
An Assistenten bekommt die E-Klasse alles mit auf den Weg, was die S-Klasse heute schon bietet. Der Konkurrenzkampf lässt es nicht mehr zu, Kunden Innovationen lange vorzuenthalten. Die E-Klasse wird also beispielsweise teilautonom im Stau fahren können. In fast allen Motoren wird eine Neungang-Automatik Standard sein.
Ihre Messe-Premiere hat die nächste E-Klasse vermutlich 2016 in Detroit oder auf dem Genfer Autosalon. Das T-Modell dürfte kurz danach folgen und wieder einen der größten Kombi-Kofferräume mitbringen. Schließlich war beim aktuellen Modell ja keineswegs alles verkehrt. (mfz)