Elektrogrill
Neuen Schub verspricht sich Lexus nun von seinem neuen Mittelklasse-SUV NX. In diesem Segment dominiert außer dem Massengeschmack auch der Dieselmotor. Beides kann der NX nicht bieten. Womit er stattdessen überzeugen könnte, will dieser Fahreindruck klären
- rhi
Wien, 29. September 2014 – Fast quälend langsam kämpft sich Toyotas Premium-Ableger seit Jahren voran und konnte hierzulande im ersten Halbjahr 2014 immerhin 568 Fahrzeuge verkaufen. Immer noch ein gewisses Missverhältnis im Vergleich zu den weltweit 523.000 Stück von 2013. Neuen Schub verspricht sich Lexus nun von seinem neuen Mittelklasse-SUV NX, das Kunden ansprechen könnte, denen ein Audi Q5 oder BMW X3 zu beliebig sind. In diesem Segment dominiert allerdings außer dem Massengeschmack auch der Dieselmotor. Beides kann der NX nicht bieten. Womit das zum Marktstart exklusiv als Hybridmodell teilelektrisch fahrende SUV stattdessen möglicherweise überzeugen könnte, soll unser Fahreindruck klären.
Viele Kanten und Fugen prägen die 4,63 Meter lange Karosserie. Man kann sie für ebenso überzeichnet halten wie den riesigen Kühlerschlund, doch gefällt sie laut Hersteller mehr Leuten, als man denkt, besonders Frauen sollen sich für den "rasenden Kühlergrill" erwärmen. Immerhin entwickelt Lexus mit solchen Autos nach Jahren eher beliebigen Designs seine eigene Formensprache. 600 NX will Lexus 2015 in Deutschland verkaufen, was ihn zum beliebtesten Lexus machen würde.
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Der neue Lexus NX startet mit einer markanten Gestaltung und Hybridantrieb.
Design über Funktionalität?
Hat Lexus dem Transformers-Design mit Bügelfalte die Funktionalität untergeordnet? Auffallend ist die ziemlich hohe Ladekante. Insgesamt passen zwischen 555 und 1600 Liter in den Kofferraum. Ein Audi Q5 fasst 540 bis 1560 Liter. Je nach Ausstattung klappen die hinteren Lehnen elektrisch um und lassen sich in der Neigung verstellen. Im Fond des NX finden auch großgewachsene Typen bequem Platz.
Der Fahrerplatz macht einen höheren Eindruck als im Segment gewohnt. Personen über 1,85 Meter sollten kritisch prüfen, ob sie eine gute Position finden können, denn das Lenkrad lässt sich nicht so hoch einstellen, wie man es aus anderen Autos gewohnt ist. Zudem fühlt mancher sich vom Mitteltunnel möglicherweise etwas eingemauert. Lexus verbaut zwar hochwertiges Leder, aber auch billig wirkenden Kunststoff in den Türen und auf der Mittelkonsole. Lexus kann offenbar nicht von den Toyota-typischen Digitalanzeigen lassen, die Klimaautomatik glänzt weiterhin 1980er-Jahre-Look. Die restlichen Bedienelemente und das Acht-Zoll-Display sind gut integriert. Endlich hat Lexus die unsägliche Joystick-Steuerung rausgeworfen. An seiner Statt bedient man nun per Touchpad mit guter Rückmeldung.