Visuell robust

Volvo hat den Trend zu leicht höhergelegten Kombis mit robust anmutenden Kunststoffplanken mit begründet. Den Kunden gefällts inzwischen offenbar und so folgt nun mit dem V60 Cross Country der nächste Ableger

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Köln, 6. November 2014 – Volvo gehört zu den Vorbereitern einer Entwicklung, die erst in der jüngeren Vergangenheit auf ein breites Interesse gestoßen ist. Gemeint sind die minimal höhergelegten Modelle, die mit unlackiertem Kunststoff Robustheit und Talente abseits befestigter Straßen vortäuschen. Den Kunden gefällts offenbar und so folgt nun mit dem V60 Cross Country der nächste Ableger.

Offiziell wird der Volvo V60 Cross Country auf der Los Angeles Auto Show (21. bis 30. November 2014) vorgestellt. Er ist das dritte, aktuelle Cross-Country-Modell der Schweden. Besondere Merkmale sind eine gegenüber dem Standardmodell um 65 Millimeter erhöhte Bodenfreiheit, hinzu kommen wahlweise 18- oder 19-Zoll-Felgen. Optisch wird dieser V60 durch einen Unterschutz an Front und Heck, Verkleidungen für die Seitenschweller und verbreiterte Kotflügel hervorgehoben. Im Innenraum finden sich Sportsitze mit schwarzem Leder und braunen oder schwarzen Kontrastnähten.

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Volvo stellt in LA den V60 Cross Country vor.

Zunächst gibt es V60 Cross Country nur in den USA und Kanada. Dort wird er ausschließlich mit einem 250 PS starken Fünfzylinder-Benziner angeboten. Mitte 2015 kommt das Modell dann nach Europa. Hier müssen die neuen Vierzylindermotoren aus der neuen Drive-E-Familie reichen, die ihre Sache zwar nicht schlecht machen, aber nicht so charakterstark wie die Vorgänger mit einem Zylinder mehr sind. Im normalen V60 reicht das Leistungs-Angebot aktuell von 115 bis 304 PS. Kurios: Nur wer einen Allradantrieb dazu ordert, bekommt den Fünfzylinder-Diesel mit 181 PS.

Irgendwie passt das letztlich auf eine schräge Art zu einem Fahrzeug, dessen Sinn sich auf den ersten oder zweiten Blick für Pragmatiker nicht erschließen mag. Der V60 hat für einen 4,64 m langen Kombi mit 430 Litern Kofferraumvolumen nur bescheidene Platzverhältnisse und die optisch angedeutete Geländegängigkeit ist spätestens dann nur äußerst gering ausgeprägt, wenn der Kunde es beim Frontantrieb belässt. Dazu wird auch Volvo sicher nicht darauf verzichten, das Trend-Modell mit einem ordentlichen Preisaufschlag gegenüber den normalen V60 in die Schaufenster zu stellen. Diese Kombination macht neugierig – darauf, wie viel Käufer dem Konzept erliegen werden. (mfz)