Spirga oder Tarder?
Eine seriennahe Studie des Alfa Romeo 4C Spider wurde bereits auf dem Genfer Salon 2014 enthüllt. Das Serienmodell steht nun – nahezu identisch – auf der Detroit Autoshow
- Wolfgang Gomoll
- Stefan Grundhoff
Detroit (USA), 12. Januar 2015 – Abgesehen vom 4C gab es von Alfa Romeo seit Jahren keine Neuigkeiten, die Mittelklasselimousine oder ein Crossover lassen seit Jahren auf sich warten. Also wird der fleißig präsentiert. Nach zahllosen Messepremieren der geschlossenen Version geht das Spiel bei der offenen Targaversion weiter. Abgesehen von leicht modifizierten Scheinwerfern ist beim Alfa Romeo 4C Spider kein Unterschied zur vermeintlichen Genf-Studie des Jahres 2014 auszumachen.
Aus Stabilitätsgründen ein Targa
Ein echtes Cabriolet ist wegen der konstruktiven Einschränkungen durch das Kohlefaser-Monocoque kaum zu machen. Deshalb entsteht auf 4C-Basis ein Targa, den die Norditaliener gleichwohl unbekümmert Spider nennen. "Dach raus und möglichst wenig Material rein" hieß die Entwicklungsvorgabe, schließlich sollten sich Veränderungen, Kosten und Produktionsaufwand im Rahmen halten. Um die Karosserie möglichst verwindungssteif zu erhalten, bestehen auch Überrollbügel, Windschutzscheibenrahmen und verschiedene Spoiler aus Kohlefaser. Der Spider wiegt nur 60 Kilogramm mehr als das Coupé und ist mit unter einer Tonne leicht genug für jede Menge Spaß. Dazu genügen auch im Spider der 1,8-Liter-Turbomotor mit 1750 Kubikzentimetern und 177 kW / 240 PS und ein Doppelkupplungsgetriebe. Die Leistung dürfte genügen, um in nur 4,5 Sekunden 100 km/h zu erreichen und auf eine Spitze jenseits der 250 km/h zu kommen.
Spirga oder Tarder? (20 Bilder)

Bis auf die Form der Scheinwerfer ist uns das Gesicht des neuen Spider wohlbekannt.
Die Gewichtsverteilung ist wie beim Coupe 40:60 (vorn/hinten) fahrdynamisch aufgeteilt. Wie beim Coupé dürfte eine elektronisch gesteuerte Sperrdifferentialsimulation durch Bremseingriff die Traktion steigern helfen. Eine Auspuffanlage aus Titan und Kohlefaser hilft dagegen, Gewicht zu sparen. Nicht gespart wird an der Lautstärke, jedenfalls, sobald die Auspuffklappe aktiviert wird. Der Alfa Romeo 4C Spider kommt, anders als angekündigt, nun doch leider erst nächstes Jahr auf den Markt, vielleicht soll er ja erst noch auf weiteren Messen Appetit anregen. Die Preise dürften aufgrund eines Targa-Aufschlags jenseits 50.000 Euro liegen. (fpi)