Rad ab

Nach gerade einmal einem knappen dreiviertel Jahr auf dem europäischen Markt bekommt das kleinste Ford-SUV ein Update. Der Ecosport soll damit dynamischer fahren, leiser werden und hochwertiger aussehen

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Köln, 6. März 2015 – Die Modellpolitik von Ford war in der jüngeren Vergangenheit nicht immer leicht zu durchschauen: Der aktuelle Mondeo beispielsweise kam auf den europäischen Markt mit gewaltiger Verspätung. Im vergangenen Jahr stellte Ford auf dem Mobile World Congress einen gründlich überarbeiteten Focus vor, ließ die Händler aber die Argumentation dafür übernehmen, warum die Kunden darauf noch zehn Monate warten müssen. Nun folgt eine neue Drolligkeit, die die bisherigen europäischen 18.000 Käufer des Mini-SUV Ecosport sicher nicht witzig finden. Nach knapp einem dreiviertel Jahr im europäischen Verkauf verkündet Ford eine Modellüberarbeitung des Ecosport an. Anders ausgedrückt: Wer sich gerade für ein brandneues Auto entschieden hat, fährt schon sehr bald eines, das nicht mehr dem neuesten Stand entspricht. Für Ford sieht die Rechnung anders aus, denn der Ecosport wurde schon 2012 vorgestellt.

Die bisherigen Käufer wird vielleicht trösten, dass die sichtbaren Änderungen kaum erkennbar sind. Ford hat nur ein paar Details verändert. Am deutlichsten wird die Veränderung am Heck. Das bisher stets außen angebrachte Reserverad wird nun nur noch auf Kundenwunsch dort montiert. Das Kennzeichen wanderte vom Stoßfänger an die Heckklappe.

Rad ab (8 Bilder)

Der Ford Ecosport ist in Europa seit Juli 2014 auf dem Markt. Nun wurde er ĂĽberarbeitet.
(Bild: Ford)

Für den Innenraum verspricht Ford ein „feines Upgrade und ein neu gestaltetes Armaturenbrett“. Wunderdinge sollte jedoch keiner erwarten, das Cockpit entspricht nach wie vor weitgehend dem des aktuellen Fiesta. Der Handbremshebel wurde verlegt, um das Einsteigen zu erleichtern. Zusammen mit ein paar Chromleisten und einer neuerdings dimmbaren Beleuchtung sind die wesentlichen Neuerungen damit auch schon aufgezählt. Leider bleibt es damit auch bei der nicht mehr ganz taufrische Unterhaltungselektronik, die eine stark gewöhnungsbedürftige Bedienung hat. Im Gegensatz zum Focus, in dem sich Ford mit dem jüngsten Facelift von dieser nur schwer durchschaubaren Bedienlogik verabschiedet hat, hält man hier aus Kostengründen bis zum nächsten Modellwechsel daran fest. Gegen Aufpreis baut Ford ein Navigationssystem mit 4-Zoll-Bildschirm ein, auf dem gegebenenfalls auch das Bild der, ebenfalls aufpreispflichtigen, Rückfahrkamera zu sehen ist.