Volkswagen: Rentabilität soll schnell steigen

Im Volkswagen-Konzern soll der fünf Milliarden Euro schwere Sparkurs die gewinnschwache Pkw-Kernmarke zügig zurück in die Spur bringen. „Wir rechnen damit, dass deutlich über eine Milliarde Euro davon bereits im laufenden Jahr ergebniswirksam wird“, sagte Konzernchef Winterkorn

vorlesen Druckansicht 8 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.

VW verkauft derzeit viele Autos, doch die Marke ist mit der Rendite nicht zufrieden.

(Bild: Volkswagen)

Im Volkswagen-Konzern soll der fünf Milliarden Euro schwere Sparkurs die gewinnschwache Pkw-Kernmarke zügig zurück in die Spur bringen. „Wir rechnen damit, dass deutlich über eine Milliarde Euro davon bereits im laufenden Jahr ergebniswirksam wird“, sagte Konzernchef Martin Winterkorn am Donnerstag zur Vorlage der Jahresbilanz in Berlin. Die Gewinnkraft der Kernmarke mit ihren Modellen wie Golf und Passat war 2014 auf 2,5 Prozent Umsatzrendite abgerutscht – es blieben also von 100 Euro Umsatz vor Zinsen und Steuern (Ebit) nur 2,50 Euro operativer Gewinn. Bis 2018 soll das im vergangenen Sommer gestartete Sparprogramm die Ertragskraft mehr als verdoppeln.

Im vergangenen Jahr hatten unter anderem die Wirtschaftsflauten in Russland und Brasilien den Gewinn bei Volkswagen-Pkw um 15 Prozent auf 2,48 Milliarden Euro absacken lassen. Damit fuhren Golf, Passat, Polo, Tiguan und Co. bei der Umsatzrendite rund 0,4 Prozentpunkte weniger ein als im Vorjahr. 2018 soll die Hausmarke, die etwa jeden zweiten Euro Umsatz im Konzern einfährt, sechs Prozent Marge haben. Gewinntreiber waren 2014 erneut die Marken Audi und Porsche, die zusammen auf 7,9 Milliarden Euro operativen Gewinn kamen und damit fast zwei Drittel des konzernweiten Ebits ausmachten. Außerdem steigerte das China-Geschäft sein Ergebnis um ein Fünftel auf 5,2 Milliarden Euro.

Martin Winterkorn bekommt fĂĽr das Jahr 2014 knapp 16 Millionen Euro.

(Bild: Volkswagen)

Das Erfolgsjahr 2014 mit Rekorden bei Absatz, Umsatz und operativem Gewinn lässt bei Volkswagen-Chef Martin Winterkorn die Kasse klingeln. Der Vorstandsvorsitzende des Zwölf-Marken-Konzerns mit seinen fast 600.000 Mitarbeitern bekommt für das Geschäftsjahr rund 15,9 Millionen Euro Salär, wie aus dem am Donnerstag vorgelegten Geschäftsbericht hervorgeht.

Für 2013 hatte der bestbezahlte DAX-Chef 15 Millionen Euro erhalten. Die Vorstandsvergütung besteht neben einem Fixgehalt aus kurz- und langfristigen Erfolgsbeteiligungen. 2011 hatte Winterkorn sogar rund 17,5 Millionen Euro bekommen – dann aber reformierte der Aufsichtsrat die erfolgsabhängigen Bonuszahlungen. Winterkorn erhält für seinen Vorstandsjob bei der Porsche-Holding außerdem noch weitere Bezüge. Zuletzt lagen sie für 2013 bei knapp 800.000 Euro. Zudem hat Volkswagen für Winterkorns Pensionsansprüche inzwischen eine Rückstellung von knapp 29 Millionen Euro gebildet.

(dpa) (mfz)