Gekrümmte Linien
Nissan stellt in den USA eine dritte Generation seines Crossovers Murano vor. Er polarisiert mit seinem Design noch deutlich stärker als bisher schon. Nach Europa soller aber nicht mehr exportiert werden. Erstmals wird der Murano nicht mehr in Japan, sondern in den USA produziert
- Stefan Grundhoff
Detroit, 31. März 2015 – Nissan stellt in den USA eine dritte Generation seines Crossovers Murano vor. Er polarisiert mit seinem Design noch deutlich stärker als bisher schon. Nach Europa soll er aber nicht mehr exportiert werden. Erstmals wird der Murano nicht mehr in Japan, sondern im amerikanischen Werk in Canton im Bundesstaat Mississippi produziert.
Gelassen gleiten
Auch wenn Nissan den Murano als komplette Neuentwicklung anpreist, so sind die großen Gemeinsamkeiten bei Struktur, Technik und Linienführung zu den beiden Vorgängergenerationen offensichtlich. Nach wie vor bringt der schon seit der ersten Generation von 2003 eingebaute 3,5-Liter-V6-Saugmotor mit 191 kW / 260 PS den großen Gleiter in Schwung. Bestens zum eher gelassenen Charakter passt das stufenlose Automatikgetriebe, mit dem ein ausgesprochen dynamischer Fahrstil einfach keinen großen Spaß bereiten will. Daran ändert auch das maximale Drehmoment von 310 Nm wenig. Aus dem Stand auf Tempo 100 schafft der Allradler in acht Sekunden, bei 200 km/h wird abgeregelt. Der Verbrauch wird mit knapp zehn Litern Super auf 100 Kilometer angegeben, ermittelt allerdings nach der amerikanischen Norm FTP 75 und damit nicht vergleichbar mit den europäischen Werten aus dem NEFZ.
Gekrümmte Linien (20 Bilder)

Der Nissan Murano ist in dritter Generation nicht für den europäischen Markt vorgesehen.
Das Fahrwerk des 4,89 Meter langen Crossovers hat Nissan auf den amerikanischen Geschmack abgestimmt. In Kurven werden die Nick- und Wankbewegungen und das Untersteuern dadurch stärker, als wir es gewohnt sind. Lenkung und Bremsen des über 1,8 Tonnen schweren Wagens fühlen sich für europäische Geschmäcker zu indirekt an.