Unaufgeregt

Kurz nach der unverkleideten GSX-S1000 bringt Suzuki ihre verkleidete F-Version heraus. Augenfälliger Hauptunterschied zu ihrer Schwester ist die Vollverkleidung. Die technische Basis mit dem bewährten Reihenvierzylinder und dem tadellosen Fahrwerk macht sie zu einem ausgesprochen sportlichen Tourer

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Zweirad
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Isle of Man, 10. Juli 2015 – Kurz nach der unverkleideten GSX-S1000 bringt Suzuki ihre verkleidete F-Version heraus. Für die Premiere des Sportbikes GSX-S1000F wählte die Presseabteilung die Isle of Man, die den Motorrad-Sport lebt. Was die Insel außerhalb der Rennen zur Tourist Trophy interessant macht, ist die Tatsache der fehlenden Geschwindigkeitsbegrenzung außerhalb geschlossener Ortschaften – hier darf aus allen Rohren gefeuert werden.

Die technische Basis bleibt der bewährte Reihenvierzylinder und dem tadellosen Fahrwerk aus dem beliebten Supersportler GSX-R 1000 der Jahre 2005 bis 2008. Augenfälliger Hauptunterschied zu ihrer Schwester ist die Vollverkleidung mit dem unten bündig eingelassenen Doppelscheinwerfer. Darüber thront eine kleine Scheibe, die den aggressiven Gesamteindruck nicht schmälert, im Gegenteil: Der GSX-S1000F sieht man die sportiven Ambitionen auf den ersten Blick an, wozu auch das luftige Heck seinen Teil beiträgt.

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Suzuki schickt mit der GSX-S1000F jetzt die vollverkleidete Variante seines Sportlers in der Einliter-Klasse an den Start.

Die Verkleidung bringt bei hohen Geschwindigkeiten tatsächlich mehr Abtrieb an der Front und damit ein Plus an Stabilität, aber Wetterschutz stand nicht ganz oben im Lastenheft. Tourenqualitäten offenbart dagegen die bequeme Fahrerunterbringung: Lässig und gut ins Motorrad eingebettet sitzt der Pilot mit durchaus entspannten Kniewinkeln auf der bequemen Sitzbank. Die Position ist betont aufrecht, sportlich orientierte Fahrer wünschten sich eine stärker vorderradorientierte Aufnahme. Die Themen "Soziusbetrieb" und "Gepäckmitnahme" wurden eher lieblos abgearbeitet. Sagen wir es so: beides ist möglich.

Ganz wichtig war den Entwicklern indes der Antrieb: Der Reihenvierer steht sehr ordentlich im Futter. Mit 107 kW/145 PS und 106 Nm maximalem Drehmoment spielt der 999-Kubik-Four im Vorderfeld der landstraßensportlichen Liga. Den sportlichen Charakter hat er trotz der intensiven Überarbeitungen beibehalten. Er bekam dabei leichtere Kolben und -ringe, neue Nockenwellenprofile und eine drehmomentfördernde Auspuffanlage. Schon bei niedrigen Drehzahlen nimmt er gut Gas an. Bei 6000 Umdrehungen feuert das Triebwerk dann richtig los. Stets präsent: Der sehr gelungene Sound – hier röchelt, schnauft und schnaubt ein echtes Sportpaket. Aus fahrdynamisch-emotionaler Sicht ergibt sich ein gelungenes Gesamtbild aus Performance, Sound und dem daraus resultierenden Bauchkribbeln. Dazu passt das sehr gut funktionierende 6-Gang-Getriebe, das sich präzise und ohne Getöse bedienen lässt.