Volkswagen: Pötsch soll Nachfolger von Piëch werden
Volkswagen-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch soll Ferdinand Piëch an der Spitze des Aufsichtsrats von Europas größtem Autohersteller Volkswagen nachfolgen. Das teilten die Porsche-Holding Porsche SE und die Volkswagen AG am Donnerstag in Stuttgart und Wolfsburg mit
(Bild: Volkswagen)
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Volkswagen-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch soll Ferdinand Piëch an der Spitze des Aufsichtsrats von Europas größtem Autohersteller Volkswagen nachfolgen. Das teilten die Porsche-Holding Porsche SE und die Volkswagen AG am Donnerstag in Stuttgart und Wolfsburg mit. „Präsidium und Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats der Volkswagen AG unterstützen den Vorschlag, Herrn Hans Dieter Pötsch in den Aufsichtsrat der Volkswagen AG und zu seinem neuen Vorsitzenden zu wählen“, hieß es bei Volkswagen. Der Manager soll im November 2015 auf einer außerordentlichen Hauptversammlung zunächst in den Aufsichtsrat gewählt werden. „Es wird angestrebt, Hans Dieter Pötsch zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Volkswagen AG zu wählen“, ergänzte die Porsche-Dachgesellschaft.
Piëch war im Frühjahr 2015 nach einem verlorenen Machtkampf mit Volkswagen-Chef Martin Winterkorn von der Spitze des Kontrollgremiums zurückgetreten. Danach führte übergangsweise der frühere IG-Metall-Chef Berthold Huber den Aufsichtsrat. Der 64-jährige Pötsch gilt als ausgewiesener Finanzexperte und auch als einer der Architekten der vollständigen Übernahme von Porsche durch den Volkswagen-Konzern am 1. August 2012. Er ist zugleich Finanzvorstand der Porsche SE und soll dies auch künftig bleiben.
Audi-Chef Rupert Stadler gehört nach dpa-Informationen zum Kreis der Kandidaten als Nachfolger von Pötsch als Volkswagen-Finanzchef. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, es gebe mehrere Kandidaten, erfuhr die dpa aus Konzernkreisen. Erst am Mittwoch war bekannt geworden, dass Winterkorns Vertrag als Vorstandschef bei Volkswagen bis Ende 2018 verlängert werden soll. Im Frühjahr dieses Jahres hatte der inzwischen 68-Jährige ein wochenlanges Machtgerangel mit Piëch überstanden. Winterkorn entschied den Machtkampf am Ende für sich, Piëch und seine Frau Ursula legten ihre Aufsichtsratsposten nieder.
(dpa) (mfz)