Offen ohne Risiko
BMW stellt das dritte Mini Cabriolet vor, das seinen Vorgängern enorm ähnelt. Dass ist nicht mutlos, sondern konsequent, denn BMW war mit dem Auto in der Vergangenheit sehr erfolgreich. Dieses Selbstbewusstsein ist zu spüren
München, 23. Oktober 2015 – Der letzte große Wandel im Mini-Cabrio-Design liegt nun schon elf Jahre zurück: Im Frühjahr 2004 wurde der erste offene Mini unter der Regie von BMW vorgestellt. Seitdem ist zwar durchaus einiges geschehen, revolutionäres war allerdings weder beim Außen- noch beim Interieurdesign dabei. An dieser Strategie hält BMW auch beim dritten Mini Cabrio fest.
Typisch Mini
Der Erfolg gibt BMW recht: Nur wenige Autos im Retro-Look konnten sich dauerhaft auf dem Markt behaupten, und der Mini gehört definitiv dazu. Wie bei der Limousine, deren dritte Generation im vergangenen Jahr vorgestellt wurde, fallen die Umgestaltungen auch beim Cabrio sehr überschaubar aus. Eine leicht veränderte Front und minimale Retuschen am Heck verdecken, dass der offene Mini deutlich größer geworden ist. Fast zehn Zentimeter in der Länge, dazu 4,4 cm in der Breite sollen bessere Platzverhältnisse schaffen. Dazu wurde der Radstand um 2,8 cm gestreckt, was aus dem Wägelchen nun sicher keinen Tanzsaal macht, aber etwas mehr Bewegungsfreiheit verschaffen dürfte. BMW verspricht außerdem, den Verstellbereich der Vordersitze vergrößert und die Sitzfläche hinten verlängert zu haben. Auch der Kofferraum fasst nun mehr Gepäck: Mit geschlossenem Verdeck sind es 215 Liter, offen 160. Eine umklappbare Rückbank gehört zur Serienausstattung.
Offen ohne Risiko (19 Bilder)

(Bild: alle BMW)
Zum Verkaufsstart wird BMW drei Motoren anbieten. Ein aufgeladener Dreizylinder mit 136 PS und 220 Nm Drehmoment ist die vorläufige Basis. Das muss nicht so bleiben, denn BMW hat im Mini und im 116i schwächere Dreizylinder sozusagen auf Lager. Mit einer Beschleunigung von 8,8 Sekunden und 208 km/h Spitze scheint das Basis-Cabrio bereits mehr als gut gerüstet zu sein. Nochmals erheblich flotter ist der Cooper S. Der Vierzylinder leistet 192 PS und bietet 280 Nm Drehmoment. Damit sollen im Standardsprint nur 7,2 Sekunden vergehen und bis zu 230 km/h möglich sein.