VW: Produktion des US-Passat mit Diesel gestoppt

Volkswagen hat die Produktion von Passat-Modellen mit Dieselmotor im US-Werk in Chattanooga laut einem Medienbericht gestoppt. WĂ€hrend die Benziner Ende des Monats oder Anfang Dezember bei HĂ€ndlern ankommen sollten, sei die Fertigung der Diesel-Fahrzeuge ausgesetzt worden

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Das Werk in Chattanooga wurde 2011 fertiggestellt.

(Bild: Volkswagen)

Volkswagen hat die Produktion von Passat-Modellen mit Dieselmotor im US-Werk in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee laut einem Medienbericht gestoppt. WĂ€hrend die Benziner des Modelljahres 2016 Ende des Monats oder Anfang Dezember bei US-VertragshĂ€ndlern ankommen sollten, sei die Fertigung der Diesel-Fahrzeuge bei der Mittelklasse-Limousine ausgesetzt worden, berichtete Automobile News unter Berufung auf einen Werkssprecher in seiner Online-Ausgabe. VW war zunĂ€chst nicht fĂŒr eine Stellungnahme erreichbar.

Die Produktion sei trotz des am 18. September 2015 durch die US-Umweltbehörde EPA ins Rollen gebrachten Abgas-Skandals zunĂ€chst fortgesetzt worden, heißt es in dem Bericht. Volkswagen hat zugegeben, in den USA im großen Stil Emissionstests von Dieselmotoren durch Software manipuliert zu haben. Der Verkauf betroffener Wagen der Modelljahre 2015 und 2016 war danach gestoppt worden.

Trotz des Abgas-Skandals haben Topmanager der Autoindustrie den Dieselmotor verteidigt. „Der Dieselmotor ist fĂŒr uns fundamental, um die CO2-Ziele zu erreichen“, sagte BMW-Chef Harald KrĂŒger am Dienstagabend in Berlin bei der Verleihung des Autopreises „Das goldene Lenkrad“. Ähnlich Ă€ußerte sich Opel-Chef Karl-Thomas Neumann. Der Diesel stoße 15 Prozent weniger Kohlendioxid (CO2) aus als Benziner. Neumann sagte, die gesamte Branche stehe unter Generalverdacht. Dies sei aber nicht gerechtfertigt.

(dpa) (mfz)