Hubraum-Eskalation
Der Seat Ibiza erlebt in seiner Fahrdynamik-Ausgabe "Cupra" eine regelrechte Hubraum-Eskalation. Statt des bisherigen 1,4-Liter-Motors mit 180 PS bekommt er ganz gegen den Trend einen 1,8-Liter-Vierzylinder mit 192 PS, das Drehmoment wächst von 250 auf 320 Nm. Der Unterschied ist jederzeit spürbar
Barcelona, 16. November 2015 – Ganz gegen den Trend zur Motorverkleinerung erlebt der Seat Ibiza in seiner Fahrdynamik-Ausgabe "Cupra" (von "Cup Racing") eine regelrechte Hubraum-Eskalation. Statt des bisherigen 1,4-Liter-Motors mit 180 PS, 250 Nm Drehkraft und Doppelkupplungsgetriebe bekommt er einen aufgeladenen 1,8-Liter-Vierzylinder mit kombinierter Direkt- und Saugrohreinspritzung, 192 PS und 320 Nm. Statt der alternativlosen Automatik fährt er nun ohne Wahlmöglichkeit mit Schaltgetriebe. Für die Hochleistungsversion verlangt Seat mindestens 23.060 Euro – also einen Aufpreis von 11.070 Euro auf den günstigsten Dreitürer.
Dezentes Äußeres
Von außen ist der Ibiza Cupra an schwarzen Außenspiegeln und Kühlergrill, breiterem hinteren Stoßfänger und einer mattschwarzen Diffusor-Attrappe mit trapezförmiger Auspuffblende zu erkennen. Innen weisen vor allem ein Cupra-Logo im Tacho, die Alu-Pedalerie und das unten abgeflachte Lenkrad auf den Anspruch hin. Vorn bietet der Dreitürer gute Platzverhältnisse und Sportsitze mit Alcantarabezug und einem Kompromiss aus Seitenhalt und Bequemlichkeit. Hinten wird es, wie in dieser Fahrzeugklasse üblich, ziemlich eng. Der Laderaum fasst wie im normalen Ibiza 292 Liter und läßt sich durch Umklappen der teilbaren Rückbank vergrößern.
Hubraum-Eskalation (12 Bilder)

(Bild: Seat)
In 6,7 Sekunden schafft er den Sprint von 0 auf 100 km/h, genau so schnell wie der technisch eng verwandte Polo GTI. Die 320 Nm Drehmoment zwischen 1450 und 4200/min drücken den Fahrer in den Sitz und zerren, in der Lenkung durchaus spürbar, an den Antriebsrädern. Auf Tastendruck ("Cupra Drive Select") lassen sich Lenkung, Gaspedalkennlinie und Dämpfer auf eine unmittelbarere Reaktion einstellen. Als Geschmacksverstärker kommt dann, ob man es mag oder nicht, ein Soundgenerator dazu, der das Brummen verstärkt.