Volkswagen: Planänderungen 2016

Der Abgas-Skandal zwingt den Volkswagen-Konzern zum Verschieben seiner Jahresbilanz und des jährlichen Aktionärstreffens. Zudem gab der Konzern bekannt, dass das kleine SUV Taigun wohl nicht kommen wird

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Der Abgas-Skandal zwingt den Volkswagen-Konzern zum Verschieben seiner Jahresbilanz und des jährlichen Aktionärstreffens. Neue Termine seinen unerlässlich wegen „offener Fragestellungen im Zusammenhang mit den Folgen der Abgasthematik und den daraus resultierenden Bewertungsfragen“, teilte die Volkswagen AG am Freitag in Wolfsburg mit.

Für die ursprünglich für März und April anberaumten Termine werde es „zeitnah“ neue Daten geben. Zudem teilte VW mit, dass 2015 ein Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) „auf dem Niveau des Vorjahres“ erwartet werde – jedoch vor sogenannten Sondereinflüssen wie etwa der bereits erfolgten milliardenschweren Rückstellung für die Abgas-Affäre. Details zur Höhe dieser Sonderfaktoren nannte der Konzern nicht.

Volkswagen: Planänderungen 2016 (6 Bilder)

Seit Jahren zeigt VW auf Messen immer mal wieder Studien eines kleinen SUV.

Der Konzern hatte ursprünglich vorgehabt, am 10. März 2016 in Berlin seine Jahresbilanz zu präsentieren und am 21. April seine Hauptversammlung in Hannover abzuhalten. Bei dem Aktionärstreffen wollte der Autohersteller zudem Zwischenstände geben zur Aufklärung des Skandals und der Schuldfrage. Dieses zeitliche Ziel bleibe trotz der Verschiebung erhalten.

Volkswagen gibt die Pläne für den dreitürigen "Stadtgeländewagen" Taigun auf. „Das Auto, so wie wir es bisher gezeigt haben, war zu kurz“, sagte ein Sprecher am Freitag und bestätigte damit einen Bericht des Magazins Focus.

2012 hatte VW eine Studie des Taigun in Brasilien vorgestellt. Anfang März wollte Volkswagen aber beim Autosalon in Genf die seriennahe Studie eines anderen kleinen SUV präsentieren, sagte der Sprecher. Im vergangenen Jahr hatte VW bereits Pläne für eine Neuauflage des bisherigen Phaeton gestoppt. Die Luxuslimousine soll nun nur noch als reine Elektroversion auf den Markt kommen.

(dpa) (mfz)