Abgas-Skandal: Volkswagen verschiebt und fördert

Angesichts massiver Probleme beim Abgas-RĂĽckruf des VW Passat gibt VW nun wie erwartet dem Golf den Vorzug. Gleichzeitig wurde bekannt, dass Volkswagen in den USA "grĂĽne" Projekte mit bis zu 1,8 Milliarden Euro unterstĂĽtzen will

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(Bild: VW)

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Mit der UnterstĂĽtzung von "grĂĽnen" Projekten will VW sein Image in den USA aufpolieren.

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Angesichts massiver Probleme beim Abgas-Rückruf des VW Passat gibt Volkswagen nun wie erwartet dem Golf den Vorzug. „Die Entscheidung ist heute Morgen gefallen“, sagte VW-Konzernchef Matthias Müller am Donnerstag in Wolfsburg mit Blick auf eine Freigabe durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Der Passat hätte mit ersten Modellvarianten bereits von Ende Februar 2016 an bei dem Abgas-Rückruf für ein Software-Update in die Werkstätten gesollt. Doch es gab langwierige Verzögerungen und hartnäckige Probleme, weil einige Werte – anders als zugesagt – mit dem Werkstatt-Update schlechter ausgefallen wären als zuvor. Welche Varianten vom Golf nun den Vorzug bekommen ist bisher ebenso unbekannt wie der Starttermin.

Im Ringen um eine Einigung mit den US-Behörden rechnet der Volkswagen-Konzern mit Milliardenkosten für „grüne“ Projekte in den Vereinigten Staaten. Dafür veranschlagt Volkswagen bisher rund 1,8 Milliarden Euro. Bei dem Budget gehe es um „mögliche Investitionen in Umweltprojekte und die Elektromobilität“, heißt es in dem am Donnerstag vorgelegten Geschäftsbericht. Allerdings schränkt der Konzern ein: „Inhalt sowie zeitliche Verteilung der Investitionen sind derzeit noch unbestimmt.“

Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, dass Volkswagen in den USA Geld in ein Stromtankstellennetz für die E-Mobilität stecken könnte. Der Konzern kämpft derzeit für einen Kompromiss mit Klägern und Aufsehern in den USA, wo der Abgas-Skandal begann und Milliardenkosten für mögliche Strafen und Schadenersatz drohen.

(dpa)

(mfz)