Historie plus
Vom ersten BMW M3 sollten eigentlich nur 5000 Stück gebaut werden. Doch die waren rasch vergriffen. Seit dem ist der M3 eine feste Größe im BMW-Programm. Nun soll ein Sondermodell an die Anfänge erinnern
München, 30. Mai 2016 – Der Zufall hat der BMW-Historie schon einige interessante Autos gebracht. Als Beispiele seien hier nur der Zweiliter-Motor im 02 oder auch der erste 3er Touring genannt. Vom ersten M3 sollten eigentlich nur die für eine Rennsport-Homologation nötigen 5000 Stück entstehen. Doch die waren so schnell vergriffen, dass BMW sich zu einer Serienfertigung entschloss – der Beginn einer ziemlich erfolgreichen Nische. 30 Jahre danach soll ein Sondermodell der aktuellen Ausgabe an die erfolgreiche Historie erinnern.
Plus 19
Das Sondermodell „30 Jahre M3“ bekommt den gleichen Motor wie der reguläre M3, allerdings leistet die Maschine hier 19 PS mehr. Diesen kleinen Zuschlag gibt es auch für das Serienmodell, sofern der Kunde das "M Competion Paket" mitbestellt. Damit, so verspricht es BMW, soll es in 4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 beschleunigen, was eine Verbesserung um 0,1 Sekunden bedeuten würde. Wie im regulären Modell ist bei 250 km/h Schluss.
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Das adaptive Fahrwerk wurde „umfassend an die gesteigerte Leistung angepasst“. Ob das nun bei einer Leistungssteigerung knapp oberhalb der Serienstreuung unbedingt nötig war, sei einmal dahingestellt. BMW hat nach eigenen Angaben einen erheblichen Aufwand betrieben: Dazu zählen neue Federn, Dämpfer und Stabilisatoren, geänderte Kennlinien der drei Modi Comfort, Sport und Sport Plus sowie eine veränderte Regelabstimmung des serienmäßigen Aktiven M Differenzials und der Dynamischen Stabilitäts Control (DSC). Serienmäßig bekommt die Limousine 20-Zoll-Felgen. Die bekommt der normale M3 nur zusammen mit dem „M Competition Paket“, was sonst 7300 Euro extra kostet und beim Sondermodell serienmäßig ist.
Nicht mehr als 500
Dazu kommt etwas optische Folklore. BMW hat für dieses Modell extra wieder jenes Dunkelblau angerührt, das schon auf dem ersten M3 war. Kiemen in den vorderen Kotflügeln tragen Schriftzug „30 Jahre M3“. Das bisschen, was am normalen M3 noch in Chrom ist, ist hier schwarz. Innen gibt es ein wenig Karbon und zweifarbige Ledersitze. Für all das kalkuliert BMW einen durchaus selbstbewussten Aufpreis von 10.000 Euro. Die Marke wird wohl trotzdem keine Probleme haben, diesen M3 loszuwerden. Denn es soll nur 500 Stück geben, was sich erfahrungsgemäß positiv auf die Nachfrage auswirkt.
(mfz)