Das Ende des Bumerangs
In seiner Klasse liegt der Opel Zafira Tourer auf Platz vier, viele Konkurrenten können von vergleichbaren Verkaufszahlen nur träumen. Und das, obwohl der Zafira Tourer schon länger ohne Update geblieben ist. Das ändert sich nun
(Bild: Opel)
Rüsselsheim, 31. Mai 2016 – Opel hatte mit dem ersten Zafira einen guten Riecher. Zwar haben sie das Segment nicht erfunden, doch die Variabilität im Innenraum und letztlich wohl auch das Fehlen eines Konkurrenten aus Wolfsburg haben ihn erfolgreich gemacht. Als der biedere Touran dann kam und als Spätzünder großen Erfolg hatte, versuchte Opel nach oben auszuweichen. Im vergangenen Jahr ging es dann um fast 22 Prozent nach unten, wobei die Marke dabei besser wegkam, als es diese Zahl vermuten ließe. Denn in seiner Klasse liegt er trotzdem noch auf Platz vier, viele Konkurrenten können von vergleichbaren Verkaufszahlen nur träumen. Und das, obwohl der Zafira Tourer schon länger ohne Update geblieben ist. Das ändert sich nun.
Eleganter oder beliebiger?
Die Veränderungen werden besonders an der Front deutlich. Dort verschwindet der eigenwillige Bumerang, in den auch die Scheinwerfer integriert waren. Damit wirkt der Van je nach Betrachtung etwas eleganter oder auch beliebiger als bisher. Der Hüftschwung in der Seitenlinie blieb dagegen ebenso unverändert wie das Heck. Neu sind die optionalen LED-Scheinwerfer, die ihr Licht den Verkehrsverhältnissen anpassen können. Das konnten die bisherigen Xenon-Scheinwerfer auch, allerdings soll das nun noch feiner gelingen. Im neuen Astra waren wir vom Licht sehr angetan, von der Anpassung an den Verkehr allerdings weniger.
Das Ende des Bumerangs (11 Bilder)

(Bild: alle Opel)
Mit der Überarbeitung des Zafira Tourer ist die Ära „Tastenflut“ fast beendet, nur der alte Astra GTC und der Cascada sind noch nicht umgestellt. Die Infotainmentsysteme sind im Van nicht ganz so elegant integriert wie im Astra, doch das Bemühen um mehr Ordnung ist unübersehbar. Aus dem Astra kommt natürlich auch die Unterhaltungselektronik, die im Test einen ordentlichen Eindruck hinterlassen hat. Die große Ablage vor dem Schalthebel blieb ebenso erhalten wie das flache Fach zwischen Airbagabdeckung und Handschuhfach. Opel macht hier die Mode der nahezu ablagenfreien Armaturenbretter nicht mit.
Opel bietet bisher im Zafira Tourer ein sehr breites Angebot an Motoren an. Dazu gehören nicht nur Benziner und Diesel, sondern auch Auto- und Erdgas. Ob das so bleibt, wollte Opel heute noch nicht verraten. Wir vermuten, dass der 1.4 Turbo, den es bisher mit 120 und 140 PS gab, durch die neuen Maschinen ersetzt wird. Im Astra werden sie bereits eingesetzt und leisten dort 125 und 150 PS. Bei den Dieselmotoren wird vermutlich der alte 2.0 CDTI mit 130 PS, der zum Schluss nur noch mit Automatikgetriebe zu haben war, endgültig durch den 1.6 CDTI mit 136 PS abgelöst.