Neuvorstellung: Audi A5 Coupé
Es kam wie erwartet: Wie schon beim A4 wirkt der neue A5, für den sich Audi ja rund neun Jahre Zeit genommen hat, wie ein Facelift des bisherigen Modells. Das fanden wir bei Limousine und Kombi schon ausgesprochen mutig, zumal sich die direkte Konkurrenz in diesem Punkt durchaus mehr traut
Ingolstadt, 3. Juni 2016 – Erwartungsgemäß wirkt der neue A5, für den sich Audi ja rund neun Jahre Zeit genommen hat, wie ein Facelift des bisherigen Modells – der A4 hat's ja bereits vorgemacht. Das fanden wir bei Limousine und Kombi schon ausgesprochen mutig, zumal sich die direkte Konkurrenz in diesem Punkt durchaus mehr traut. Bei einem Auto jedoch, das vor allem mit seiner Optik einen (Kaufan-)Reiz liefern soll, zeugt das von einem Selbstbewusstsein, dass selbst in der ja nicht gerade als sonderlich schüchternen auftretenden, selbsternannten Premium-Liga ungewöhnlich ist.
Wem der alte A5 gut gefiel, der wird wohl auch am Nachfolger Geschmack finden. Ringsum gibt es mehr Kanten und Ecken, an der Seite ist eine ausgeprägte Sicke eingearbeitet worden. Auch die Motorhaube hat nun reichlich Falten. Das bisherige Design war glatter, der Neue wirkt unruhiger gestaltet. Was nun besser ist, liegt sicher im Auge des Betrachters. Groß sind die Unterschiede jedenfalls nicht.
Neuvorstellung: Audi A5 Coupé (10 Bilder)

(Bild: Audi )
Der neue A5 soll 60 Kilogramm leichter sein
Wie schon im A4 vollzieht sich der Modellwechsel eher im verborgenen. Das Auto ist bis zu 60 Kilogramm leichter als der Vorgänger, versichert Audi. Dazu gibt es eine Reihe von neuen Assistenten. Das Programm besteht dann aus Unterstützern beim Spurhalten, Abbiegen, Ausweichen, Tempolimits beachten, Einparken, Aussteigen und dem Fahren im Stau. Wer all dies braucht, wird insgesamt sicher einen mittleren vierstelligen Betrag ausgeben müssen. Andere Hersteller nehmen das Xenonlicht aus dem Sortiment, Audi baut es im A5 serienmäßig ein. Gegen Aufpreis wird es LED-Scheinwerfer mit und ohne Matrix-Funktion geben.
Natürlich bekommt auch der A5 die neueste Infotainment-Ausbaustufe. Das große Navigationssystem, ein Display als Ersatz für ein klassisches Kombiinstrument und ein Soundsystem von Bang & Olufsen gehören zu teuren Posten auf einer langen, langen Aufpreisliste. Neu ist eine induktive Ladefunktion, ohne die sich ein neues Auto dieser Liga aus dem Volkswagen-Konzern nicht mehr auf den Markt trauen darf – schließlich bietet das inzwischen auch Skoda an. Sehr gut gefallen mir die frei belegbaren Favoritentasten. BMW hat das 2007 eingeführt und sein iDrive damit nachhaltig entschärft. Audi kopiert das nun endlich und erleichtert damit die Bedienung eines immer komplexer werdenden Systems. Dazu beitragen soll auch eine verständigere Sprachsteuerung, die nun auch Hinweise wie „Ich möchte Ansgar anrufen“ versteht.