Porsche Panamera 2016

Aus dem Festival of Speed in Goodwood zeigt Porsche erstmals den neuen Panamera live. Die große Limousine ähnelt seinem Vorgänger, wirkt aber weniger pummelig. Sie wird leichter, stärker und soll noch in diesem Jahr zu den Händlern kommen

vorlesen Druckansicht 31 Kommentare lesen
Porsche
Lesezeit: 3 Min.
Inhaltsverzeichnis

Goodwood (Großbritannien), 27. Juni 2016 – Die Idee eines viertürigen Porsche war zum Zeitpunkt der Vorstellung des Panamera alles andere als neu. Schon Anfang der 1990er-Jahre gab es entsprechende Pläne, die damals auch auf Kostengründen auf Eis gelegt werden mussten. Rund 15 Jahre später stand Porsche finanziell ungleich besser da und konnte sich die große Limousine leisten. Nach sieben Jahren folgt nun der zweite Porsche Panamera.

Warum Porsche für die ersten offiziellen Bilder ausgerechnet das Festival of Speed in Goodwood wählte, wurde nicht verraten. Etwas überraschend war die Premiere auf dieser eher kleinen Bühne aber schon. Die offizielle Vorstellung soll am 28. Juni im Netz ablaufen. Bis dahin sollten ein paar Bilder als Appetitanreger genügen, so vermutlich das Kalkül. Einige Informationen gibt es freilich schon jetzt.

Porsche Panamera 2016 (13 Bilder)

Porsche hat sich mit dem Festival of Speed in Goodwood einen ungewöhnlichen Ort für die Premiere des zweiten Panamera ausgesucht.
(Bild: alle Porsche)

Die ersten Bilder zeigen, dass Porsche beim Design keinen Grund für einen vollkommenen Neuanfang sah. Die grundsätzliche Linie blieb erhalten, die Veränderungen beschränken sich auf Details. Am deutlichsten werden die Unterschiede zwischen neu und alt im Heckbereich. In der C-Säule gibt es ein kleines Fenster, die Kofferraumklappe ist nun gestreckter, weniger rundlich. Die Limousine wirkt mit der Kante im Heckdeckel etwas straffer gestaltet und weniger pummelig.

Für größer wurde Renovierungsbedarf im Innenraum befunden. Offizielle Bilder gibt es noch nicht, doch soviel steht schon fest: Es bleibt bei fünf Rundinstrumenten, von denen vier künftig auf einem Display dargestellt werden. In der Mitte gibt es ein klassisches Rundinstrument mit Zeiger, auf dem die Drehzahl angezeigt wird. Dort ist auch eine kleine digitale Tempoanzeige eingelassen. Porsche hat sich zudem entschlossen, die Mode der freistehenden Displays auf der Mittelkonsole nicht mitzumachen. Stattdessen gibt es dort ein integriertes 12,3-Zoll-Display. Apple carplay und Android Auto dürften von Anfang an vollständig integriert sein – alles andere wäre eine große Überraschung und in dieser Klasse ziemlich peinlich.

Über das neue Display in der Mittelkonsole werden auch diverse Assistenten zu regeln sein. Der neue Panamera soll sich handlicher und trotzdem komfortabler fahren lassen als sein Vorhänger. Dazu beitragen sollen eine Hinterradlenkung und ein neu abgestimmtes, adaptives Fahrwerk. Erstmals bietet Porsche im Panamera auch Matrix-Scheinwerfer an. Wie groß die Fortschritte dabei werden, muss sich zeigen, denn schon im noch aktuellen Modell bietet Porsche LED-Scheinwerfer mit dynamischer Leuchtweitenregulierung und Kurvenlicht, geschwindigkeitsabhängiger Fahrlichtsteuerung und dynamischem Fernlicht für kontinuierliche Anpassung der Leuchtweite in Abhängigkeit von der Verkehrssituation. Aufpreis dafür: 2642 Euro.

Technisch zeichnen sich zwei Trends ab: Der zweite Panamera soll rund 100 Kilogramm leichter als sein Vorgänger werden – und stärker. Wie viel genau, wird erst am 28. Juni verraten. Der Einstiegsbenziner wird mehr als 400 PS leisten, das vorläufige Topmodell rund 550 PS. Dabei wird es vermutlich nicht bleiben: Schon im kommenden Jahr wird wohl eine Ausführung mit mehr als 600 PS folgen. Bestätigt ist das aber noch nicht. Der Diesel wird vermutlich eins zu eins aus dem Audi SQ7 übernommen. Noch keine Informationen gibt es zum Hybridantrieb. Fest steht eigentlich nur, dass einer kommen wird.

(mfz)