Ausprobiert: Skoda Kodiaq

Ein halbes Jahr vor der Händlerpremiere ist das erste Kompakt-SUV von Skoda für letzte Tests unterwegs. Dabei zeigt sich, dass bis zum Schluss an Details gearbeitet wird. Dennoch macht der Kodiaq schon jetzt einen guten Eindruck

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Skoda Kodiaq

(Bild: Skoda)

Lesezeit: 4 Min.
Von
  • Wolfgang Gomoll
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Weiterstadt, 7. Juli 2016 – Die Schnellsten sind sie bei Volkswagen bekanntermaßen nicht. Schon der der Tiguan war nicht gerade ein Vorreiter, in der Folge aber sehr gefragt. Fast zehn Jahre nach seiner Vorstellung verteilt Volkswagen nun die Basis des zweiten Tiguan auch an die Marken Skoda und Seat. Ganz dem zugedachten Image entsprechend, soll der Seat Ateca ein sportliches SUV sein, dem Skoda-Ableger fällt wieder einmal die Rolle des Pragmatikers zu. Dabei wird zumindest der Skoda Kodiaq einen vergleichbaren Tiguan als Gegner bekommen.

Auf letzten Abstimmungsfahrten konnten wir erkennen, dass die Techniker bis zur endgültigen Freigabe noch ein wenig zu tun haben. Das ist nicht ungewöhnlich, denn die Entwicklungszeiten werden immer kürzer. Dementsprechend wird bis zum Schluss an Details gearbeitet. Bei solchen Abnahmefahrten sind dann auch Mitglieder des Vorstandes dabei, die Technikern dann mitunter ziemlich unverblümt die Meinung sagen. Im Falle des Kodiaqs ist das unter anderem der Vorstandsvorsitzende Bernhard Maier, der befindet, dass „das Auto im Fahrmodus Sport beim Anbremsen vor einer Kurve runterschalten muss, damit im Scheitelpunkt der richtige Gang anliegt, um heraus zu beschleunigen“. Nun gut, Maier ist in solchen Dingen wohl vorbelastet als ehemaliger Marketingvorstand bei Porsche.

Ausprobiert: Skoda Kodiaq (12 Bilder)

Fleckvieh: Auf den ersten Bildern ist der Skoda Kodiaq noch beklebt, schlieĂźlich ist der Verkaufsstart erst Anfang 2017.
(Bild: alle Skoda)

Die sportlichere Getriebeabstimmung dürfte leichter zu bewerkstelligen sein als eine größere Spreizung zwischen den Fahrwerksmodi. Aktuell erscheint der Kodiaq selbst in „Sport“ ziemlich komfortabel. Auch die Lenkung wirkt noch nicht so direkt und transparent wie gefordert.

Alle Motoren sind aus anderen Modellen des Konzerns bekannt. Zum Start wird es den Zweiliter-Diesel mit 150 und 190 PS geben. Dazu kommen Benziner mit 125, 150 und 180 PS. Nach derzeitigem Stand bekommt der Kodiaq die alten 1,4-Liter-Benzinern und nicht die neuen 1,5-Liter-TSI. Möglich ist jedoch, dass die Konzernleitung sich das noch einmal überlegt. Relativ unwahrscheinlich ist jedoch, dass es bei maximal 190 PS bleibt. Denkbar wären der Zweiliter-Benziner aus dem Golf GTI oder auch der 280-PS-Benziner wie im Skoda Superb.