Tesla-Chef Musk: "Autopilot ist keine unfertige Software"

Tesla-Chef Elon Musk hat das Fahrassistenz-System „Autopilot“ seiner Elektroautos nach dem ersten tödlichen Crash verteidigt. Es sei keine unfertige Technik, obwohl sie mit der Bezeichnung „Beta“ eingeführt worden sei

vorlesen Druckansicht 14 Kommentare lesen

(Bild: Peter-Michael Ziegler / heise online)

Lesezeit: 1 Min.

Der Autopilot des Model S wird über zweimaliges Heranziehen des unteren Schalthebels an der linken Lenkradseite aktiviert.

(Bild: Peter-Michael Ziegler / heise online)

Tesla-Chef Elon Musk hat das Fahrassistenz-System „Autopilot“ seiner Elektroautos nach dem ersten tödlichen Crash verteidigt. Es sei keine unfertige Technik, obwohl sie mit der Bezeichnung „Beta“ eingeführt worden sei, erklärte er beim Kurznachrichtendienst Twitter in der Nacht zum Montag. Tesla meine damit vielmehr, dass damit noch nicht eine Milliarde Meilen (1,6 Mrd Kilometer) unter echten Straßenbedingungen gefahren worden sei.

Man habe auch zu dem Wort gegriffen, damit Fahrer es sich nicht zu bequem am Steuer machten, erläuterte Musk weiter. „Es ist nicht Beta-Software im üblichen Sinn.“ Musk reagierte damit auf die Zweifel des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) an der Technologie unter Hinweis auf die „Beta“-Markierung. „Wenn mit der Bezeichnung „Beta-Version“ ein „unfertiger“ Stand der Software gemeint ist, würde das KBA eine Funktionalität mit einer derartigen Software nicht genehmigen“, hatte ein Sprecher des Flensburger Amtes der Welt am Sonntag gesagt. Die Teslas wurden für Europa in den Niederlanden zugelassen, wo Tesla ein Montagewerk hat.

Das „Autopilot“-System sei mit der Bezeichnung „Beta“ versehen worden, „um für die, die sich entscheiden, es zu nutzen, zu betonen, dass es nicht perfekt ist“, schrieb Musk weiter. Bevor eine Milliarde Meilen gefahren seien, „sind einfach nicht genug Daten da“. Nach Angaben von Tesla wurden zum Zeitpunkt des Todesfalls Anfang Mai 2016 rund 130 Millionen Meilen (rund 200 Mio Kilometer) mit dem System gefahren.

(dpa) (mfz)