Moto Guzzi MGX-21 Flying Fortress

Sollte Batman je ein neues Motorrad benötigen, auf dem er durch Gotham City cruisen kann, dann sollte er zur Moto Guzzi MGX-21 Flying Fortress greifen. Er bräuchte an ihr kein Schräubchen ändern, um stilgerecht unterwegs zu sein

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Zweirad
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Von
  • Ingo Gach
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Köln, 12. August 2016 – Sollte Batman je ein neues Motorrad benötigen, auf dem er durch Gotham City cruisen kann, dann sollte er zur Moto Guzzi MGX-21 Flying Fortress greifen. Er bräuchte an ihr kein Schräubchen ändern, um stilgerecht unterwegs zu sein.

Das voluminöse Bike mit dem charakteristischen, längs eingebauten 90-Grad-V2 könnte direkt aus einem Marvel-Comic entsprungen sein. So verwundert es auch wenig, dass die „Fliegende Festung“ in den USA, genaugenommen im Piaggio Advanced Design Center (PADC) in Pasadena, Kalifornien, entstanden ist. Allerdings zeigt sich mit Miguel Galuzzi ein Italiener als Chefdesigner verantwortlich für den außergewöhnlichen Look der MGX-21. Die Bezeichnung leitet sich aus den Initialen von Moto Guzzi ab, dem Begriff „eXperimental“ und dem Gründungsjahr 1921, der Beiname „Fliegende Festung“ erklärt sich beim Ansehen von selbst. Die gleichnamigen Boeing B-17-Bomber aus dem Zweiten Weltkrieg scheinen jedenfalls nicht damit gemeint zu sein.

Moto Guzzi MGX-21 Flying Fortress (12 Bilder)

Sie hätte das Zeug zum nächsten Batmobil. Doch die Moto Guzzi MGX-21 Flying Fortress darf ab Herbst auch von Zivilsten über deutsche Straßen getrieben werden.

Galuzzi erklärt, dass sie sich im Vorfeld überlegt hätten, auf was für einem Motorrad sie am liebsten den amerikanischen Kontinent durchqueren würden. Als Basis nahmen sie die Moto Guzzi California mit dem riesigen 1380-Kubikzentimeter-V2. In der MGX-21 drückt der V2 seine maximalen 121 Nm schon bei 3000/min ab. Auf dem Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen packten die Entwickler ein Chassis, das fließend nach hinten ausläuft. Besonders die beiden integrierten Koffer tragen zu diesem Erscheinungsbild bei. Am auffälligsten zeigt sich jedoch die eigenwillige Lenkerverkleidung, die im englischen tatsächlich als „Feldermausflügel“ bezeichnet wird. Breit umschlingt sie den Lenker, ragt jedoch nicht sehr hoch empor.

Einen besonderen Akzent setzten die Designer, indem sie viele Karbonblenden verbauten. Der Vorderradkotflügel, die Tankverkleidung, die Blenden vor der Einspritzungsanlage, der Bugspoiler und die Kofferblenden bestehen aus der teuren Kohlefaser. Einen netten Gag erlaubten sich die Entwickler, indem sie eine Karbonscheibe in die große 21-Zoll-Vorderradfelge integrierten. Die Karbonteile lassen die Moto Guzzi wertiger und edler erscheinen, ganz nebenbei senken sie etwas das Gewicht, auch wenn das bei einem Gerät von immer noch 341 Kilogramm nicht wirklich zu entscheidenden Veränderung geführt hat. Im massiven Heck befinden sich zwei dünne, längs verlaufende Leuchtbänder für Rücklicht und Blinker.