Klassiker: Jeep CJ-8 Scrambler

Man kennt den Jeep CJ-7 als robusten Geländewagen und lifestylishes Freizeitmobil. Wer jedoch „CJ-8” in den Raum ruft, erntet weithin Schulterzucken: Der CJ-7 als Pick-Up ist selten - er wurde nicht einmal 30.000-fach gebaut und ist außerhalb der USA fast unbekannt.

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Klassiker
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Von
  • Stefan Grundhoff
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München, 12. September 2016 – Man kennt den Jeep CJ-7 als robusten Geländewagen und lifestylishes Freizeitmobil. Wer jedoch „CJ-8” in den Raum ruft, erntet weithin Schulterzucken: Der CJ-7 als Pick-Up ist selten – er wurde nicht einmal 30.000-fach gebaut und ist außerhalb der USA fast unbekannt.

Einen Jeep CJ-8 im europäischen Straßenverkehr zu sehen, kommt einem nennenswerten Lottogewinn gleich. In Europa wurde der Pritschenwagen mit dem Beinamen „Scrambler” offiziell nicht verkauft. Ein paar Modelle gingen in die Schweiz und irgendwie fanden auch ein paar Stück ihren Weg ins ami-verliebte Schweden.

Klassiker: Jeep CJ-8 Scrambler (10 Bilder)

Der Jeep CJ-8 Scrambler wurde von 1981 bis 1986 gebaut.

Kurios war die Geschichte des Pick-up ohnehin, denn als der CJ-8 Anfang der 80er Jahre herauskam, war seine technische Basis CJ-5 schon mehr als 30 Jahre alt und hatte längst ausgedient. Zuletzt war er nur noch in der Variante Jeep Golden Eagle mit opulentem Aufkleberornat verkauft worden bevor er von den technisch eng verwandten Jeep CJ-6 / CJ-7 abgelöst worden war. So muss man den CJ-8 wohl als etwas halbherzige Reaktion auf die damals aufkommenden Kompakt-Pick-ups aus Asien betrachten. Intern war eine Pritschenversion nämlich schon viele Jahre im Gespräch gewesen, seine Chancen auf dem zivilen Markt in den 70er Jahren jedoch wohl als zu klein angesehen. Erst 1981 schaffte es der Scambler in die Serie.

Um der Ladefläche eine wenigstens einigermaßen nutzwertige Länge zu verschaffen, wurde der Radstand ohne großen technischen Aufwand um rund 20 Zentimeter auf 2,62 Meter vergrößert. Dazu mussten im Prinzip lediglich die Rahmenholme, die Kardanwelle, der Auspuff sowie die elektrischen und hydraulischen Leitungen entsprechend verlängert werden. Interessanter ist da schon die Karosserie: Im Gegensatz zur üblichen Bauweise mit einem geschlossenen Fahrerhaus und einer baulich getrennten Pritsche haben die Karosseriekonstrukteure bei Jeep eine Ladefläche hinter der B-Säule an das Vorderteil der CJ-7-Karosserie fest angesetzt. Im engen Fahrerhaus fehlt es an Ablagemöglichkeiten, Komfort und Aufenthaltswert.