Audi: Muss Entwicklungsvorstand Knirsch gehen?

Audi wird in dieser Woche den bisherigen Entwicklungsvorstand Stefan Knirsch entlassen und die Stelle neu besetzen. Knirsch ist im Rahmen der internen Ermittlungen durch die US-Kanzlei Jones Day schwer belastet worden

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Stefan Knirsch

(Bild: Audi)

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Knirsch, erst seit Januar 2016 im Amt, verliert in dieser Woche seinen Posten, berichten BamS und Donaukurier.

(Bild: Audi)

Audi wird in dieser Woche den bisherigen Entwicklungsvorstand Stefan Knirsch entlassen und die Stelle neu besetzen. Das berichtet die Bild am Sonntag (Ausgabe vom 18. September 2016). Knirsch, der erst seit Januar 2016 amtiert, werde in den nächsten Tagen beurlaubt. Bereits am Samstag (17. September 2016) hatte der Donaukurier berichtet, dass Knirsch im Rahmen der internen Ermittlungen durch die US-Kanzlei Jones Day schwer belastet worden sei und ihm das Ende seiner Laufbahn bei Audi drohe.

Er soll demnach viel frĂĽher als gedacht von den Manipulationen an den Dreiliter-Dieselmotoren gewusst haben, schrieb das Blatt. Ein Audi-Sprecher in Ingolstadt sagte am Sonntag, der Konzern kommentiere solche Spekulationen nicht. Laut Donaukurier war die Personalie am Donnerstag im Aufsichtsrat von Audi Thema, die Stimmung sei auf dem Nullpunkt gewesen. Ein Jahr nach dem Beginn des Dieselskandals wĂĽrde eine solche Personalie nicht nur Audi, sondern auch Volkswagen treffen.

Knirsch hat sein Amt zu Jahresbeginn angetreten, seine Berufung war bereits im Dezember 2015 erfolgt. Knirsch ist Nachfolger des im Zuge der Dieselkrise beurlaubten Audi-Vorstands Ulrich Hackenberg. Mit ihm wollte Audi-Chef Rupert Stadler „in dieser fordernden Situation durchstarten“, wie Stadler zur Berufung Knirschs mitteilte. Knirsch war mit Unterbrechungen seit 1990 bei Audi und Porsche tätig, seit 2013 hatte er die Motorenentwicklung bei Audi geleitet.

(dpa) (mfz)