Fahrbericht Mini Cooper D 1.5

Rund 3,82 Länge, genügend Platz für vier Insassen und reichlich moderne Ausstattung. "Mini" ist das nicht mehr. Dafür hat Mini es inzwischen geschafft, Lifestyle mit neuen praktischen Vorzügen zu vereinen, wie eine Probefahrt im Mini Cooper D 1.5 zeigt

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Rund 3,82 Länge, genügend Platz für vier Insassen, reichlich moderne Ausstattung: Ist das noch Mini? Spätestens mit Einführung der dritten modernen Mini-Generation 2014 war klar, dass er nichts mehr mit der genialen Grundidee von Sir Alec Issigonis zu tun hätte. Der soll der Legende nach den kleinen Briten einst auf einer Papierserviette skizziert haben, ehe er ab 1959 als Austin 7 oder Morris Mini Minor die Autowelt revolutionierte. Dafür hat Mini es inzwischen geschafft, Lifestyle mit neuen praktischen Vorzügen zu vereinen, wie eine Probefahrt im Mini One D 1.5 zeigt.

Auch in jüngster Generation verwöhnt der Innenraum mit reichlich Soft-Touch-Materialien. Besonders lifestylig wirkt die Rundum-LED-Beleuchtung des großen zentralen Rundinstruments: Je nach Geschmack oder Situation erstrahlt der variabel illuminierbare Rand des Displays in verschiedenen Farben. Dazu verleihen die bekannten, an Flugzeug-Cockpits erinnernde Kippschalter dem Interieur eine eigenständige Note.

Fahrbericht Mini Cooper D 1.5 (9 Bilder)

Knuffiges Kultmobil in modernem Zutaten: der Mini Cooper D 1.5.

Das oft beschworene Gokart-Feeling resultiert daraus, dass die Insassen das Gefühl bekommen, nur eine Winzigkeit über der Fahrbahn zu sitzen, einer präzisen, sehr direkten Lenkung, einer Schaltung mit kurzen Wegen und dem agilen Handling. Auch der Mini III wieselt flink durch Wechselkurven und lässt sich regelrecht um schärfste Ecken werfen. Die gefühlte Wendigkeit unterstützt der für Fronttriebler maßvolle Wendekreis von 10,8 Metern. Trotzdem fühlt sich der aktuelle Mini mit seinen gut 1,2 Tonnen Leergewicht nicht mehr ganz so leichtfüßig an wie die Vorgänger.

Dem Ur-Mini sagte man nach: Außen sei er so kompakt wie eine Telefonzelle, innen so geräumig wie die Royal Albert Hall. Diese anschauliche Übertreibung brachte die Idee hinter dem Wägelchen auf den Punkt. Nur, dass das Kofferräumchen eher ein hinten platziertes Handschuhfach als ein vollwertiges Gepäckabteil war. Deutlich anders der Mini von heute: Sein kontinuierliches Wachstum über die Generationen hinweg hat ihm stattliche 211 bis maximal 731 Liter Kofferraumvolumen beschert. Das ist ebenso ausreichend, wenngleich nicht wirklich imposant, wie die inzwischen humane Kopf- und Beinfreiheit im Fond. Im Mini III können zwei Erwachsene auf Kurzstrecken unter zumutbaren Bedingungen befördert werden. Bei den beiden Vorgängern taugen die Rücksitze eher als Gepäckablagen.