Volkswagen-Manager sollen Boni härter erarbeiten

Die Betriebsräte bei Volkswagen fordern, die Manager im Betrieb müssten ihre Bonuszahlungen künftig härter erarbeiten. Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh sagte heute, das neue System müsse deutlich anspruchsvollere Ziele setzen

vorlesen Druckansicht 6 Kommentare lesen
Volkswagen-Manager sollen Boni härter erarbeiten
Lesezeit: 1 Min.

Die Betriebsräte bei Volkswagen fordern, die Manager im Betrieb müssten ihre Bonuszahlungen künftig härter erarbeiten. Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh sagte heute der Braunschweiger Zeitung: „Es passt nicht ins Bild: Leiharbeiter werden vom Vorstand abgemeldet, und gleichzeitig geht ein Vorstandsmitglied mit Millionen aus der Tür“. (Ausgabe vom 3.2.17)

Bernd Osterloh ist sein 2005 im Betriebsrat von Volkswagen.

(Bild: Volkswagen)

Volkswagen hatte im vergangenen Jahr angekündigt, das Vergütungssystem für Manager ändern zu wollen. „Dabei muss das neue System deutlich anspruchsvollere Ziele setzen“, forderte Osterloh. Die Vorstände sollen also höhere Hürden überwinden müssen, um ihre Boni voll ausgezahlt zu bekommen. Osterloh ist auch Mitglied des Volkswagen-Aufsichtsrates, der die Gehälter für Top-Manager beschließt.

Unterstützung bekam Osterloh von den Arbeitnehmervertretern der Volkswagen-Marken Porsche und Audi. Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Eine intergalaktische Vorstandsvergütung kann es nur bei einer intergalaktischen Leistung geben, sonst versteht das draußen keiner.“

Audi-Betriebsratschef Peter Mosch äußerte: „Wir haben als Arbeitnehmervertreter jetzt langsam genug. Das alles schadet dem Konzern und den Arbeitsplätzen.“ Zuletzt hatte es Kritik gegeben, weil Christine Hohmann-Dennhardt zu ihrem Abschied eine Zahlung von mehr als 12 Millionen Euro nach nur gut einem Jahr Arbeit als Konzernvorstand für Integrität und Recht erhält.

(mit Material der dpa) (fpi)