Umfrage: Mehrheit für autonomes Fahren

Laut einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom, können sich immer mehr Autofahrer vorstellen, in bestimmten Situationen das Steuer aus der Hand zu geben. Bemerkenswert: Der Anteil derer, die das ablehnen, wird kleiner

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autonomes Fahren

(Bild: Mercedes)

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Das Thema "autonomes Fahren" wird derzeit starb beforscht.

(Bild: Mercedes)

Autonomes Fahren ist momentan eines der großen Themen in den Entwicklungsabteilungen von Autoherstellern und Zulieferern. Dort wird auf breiter Front damit gerechnet, dass im kommenden Jahrzehnt ein relevanter Anteil der Autos autonom fahren kann. Laut einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom, können sich immer mehr Autofahrer vorstellen, in bestimmten Situationen das Steuer aus der Hand zu geben.

Demnach würden 69 Prozent der Autofahrer in Deutschland sich in die Hände eines Autopiloten begeben. Gemessen an den Ergebnissen des Vorjahres sind das 5 Prozent mehr. Im Stau wünscht sich mehr als die Hälfte (53 Prozent) einen Autopiloten, auf Autobahnfahrten fast jeder Vierte (23 Prozent). Fast ebenso viele wollen aber gar kein selbstständig fahrendes Auto (24 Prozent). Vorjahr lag der Anteil derer, die autonomes Fahren ablehnen, noch bei knapp einem Drittel der Befragten (31 Prozent). Insgesamt sind drei Viertel (74 Prozent) bereit, zumindest in bestimmten Situationen dem Autopiloten das Kommando zu überlassen – 6 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Die Fragestellung lautete: „In welchen Situationen wünschen Sie sich, dass das Auto selbstständig fährt?“ Mehrfachnennungen waren möglich. Bitkom Research hat im November und Dezember 2016 in Deutschland 1006 Personen ab 18 Jahren befragt, darunter 779 Autofahrer.

Eines der großen Probleme auf dem Weg zum autonomen Auto ist die Politik. Sie müsste klare gesetzliche Rahmenbedingungen schaffen, doch was bis jetzt an Entwürfen vorliegt, lässt genau diese rechtliche Sicherheit vermissen. Soll das autonome Auto zu vertretbaren Kosten auf den Markt kommen, müssten diese Rahmenbedingungen im Idealfall global einheitlich sein. Denn eine Anpassung an nationale Vorgaben würde die Einzelkosten derart steigern, dass wohl nur ein sehr kleiner Kreis den zu erwartenden Aufpreis zahlen würde.

(mit Material der dpa)

(mfz)