Neuer Takata-RĂĽckruf: Fast 3 Millionen Toyota betroffen
Toyota ruft wegen eines möglichen Airbag-Defekts erneut fast drei Millionen Autos zurück, davon 350.000 in Europa. In Deutschland betrifft dies insgesamt 47.100 Fahrzeuge – davon 11.276 Auris und 35.161 Yaris
(Bild: Toyota)
- dpa
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Toyota ruft wegen eines möglichen Airbag-Defekts erneut fast drei Millionen Autos zurück, davon 350.000 in Europa. Das teilte die Marke am Donnerstag (30. März 2017) mit. In Deutschland betrifft dies insgesamt 47.100 Fahrzeuge – davon 11.276 Auris und 35.161 Yaris (beide Beifahrerseite) sowie 660 weitere Auris (Fahrerseite). Die Halter werden angeschrieben und gebeten, sich mit ihrem Toyota Händler in Verbindung zu setzen. Der Werkstattaufenthalt ist für den Kunden kostenfrei und dauert maximal drei Stunden.
Die Autos sind mit Airbags des japanischen Zulieferers Takata ausgestattet. Es könne zu Fehlfunktionen bei Hitze und feuchter Luft kommen. Es bestehe die Gefahr, dass der Airbag-Inflator aufgehe. Wie Toyota mitteilte, umfasst der Rückruf diesmal keine Modelle, die in den USA verkauft wurden. Dort hatte es schon zuvor Airbag-Rückrufe gegeben.
Die mangelhaften Takata-Airbags sind seit Jahren schon berüchtigt in der Branche. Auch deutsche Autohersteller sind betroffen. Das Problem hat in den USA zur größten Rückrufaktion der Automobilgeschichte geführt. Bei einigen Takata-Airbags besteht das Risiko, dass sie zu kräftig auslösen und dabei Teile der Verkleidung durch das Innere des Fahrzeugs geschleudert werden können. Der Defekt wird weltweit mit mindestens 16 Todesfällen und zahlreichen zum Teil schweren Verletzungen in Zusammenhang gebracht, die meisten in den USA. Von Toyotas jüngstem Rückruf sind 750.000 Autos in Japan betroffen. 650.000 Autos entfallen auf China, 350.000 auf Europa. 1,16 Millionen Autos sind in anderen Ländern, unter anderem in Südamerika betroffen.
(mfz)