Fahrbericht: Mitsubishi Eclipse Cross

Mit einem neuen Eclipse Cross soll es für Mitsubishi ein Stück weit wieder aufwärts gehen. Das ist nun kein Sportwagen mehr, sondern ein SUV. Eine erste kurze Ausfahrt sollte die Qualitäten des Eclipse Cross zeigen

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Mitsubishi Eclipse Cross
Lesezeit: 5 Min.
Von
  • Joaquim Oliveira
  • Stefan Grundhoff
  • pressinform
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Colt, Galant, Lancer, Sigma, Padjero, Space Runner - Mitsubishi war Anfang der 1990er-Jahre auf dem deutschen Markt mit einem breiten Angebot vertreten. 1990 kam mit dem ersten Eclipse noch ein Sportwagen hinzu. Inzwischen ist das Programm ausgedünnt und die Zulassungszahlen nur noch ein Schatten vergangener Hochzeiten. Mit einem neuen Eclipse soll es ein Stück weit wieder aufwärts gehen. Das ist nun kein Sportwagen mehr, sondern ein SUV. Eine erste kurze Ausfahrt sollte die Qualitäten des Eclipse Cross zeigen.

Der tritt in einem mittlerweile so eng besetzten Segment an, dass sich der ein oder andere schon die Frage stellen wird, auf welche Zuwachsraten die Hersteller eigentlich noch hoffen. Bislang geht die Rechnung für viele allerdings noch auf und so rechnet man sich auch bei Mitsubishi Chancen auf einen gewissen Marktanteil aus. Optisch scheint dagegen zunächst wenig zu sprechen, sofern sich der Betrachter dem Eclipse Cross von vorn nähert. Das Heck dagegen zeigt Züge, die wenig massenkompatibel erscheinen und vermutlich genau deshalb einigen Menschen besonders gut gefallen werden. Eine Abwechslung ist es allemal.

Fahrbericht: Mitsubishi Eclipse Cross (16 Bilder)

Wir konnten den Mitsubishi Eclipse Cross vor der Premiere ausprobieren.

Der Nachfolger des ASX ist mit 4,4 Metern 11 cm länger als der Vorgänger. Auf die Platzverhältnisse hat das gefühlt ersteinmal nur einen geringen Einfluss, denn die Rücksitzbank ist um immerhin 20 cm verschiebbar. Der Kofferraum fasst zwischen 341 und 448 Liter Gepäck, je nach Stellung der Rücksitze. In der Mittelstellung mit rund 400 Litern Kofferraum ist aber fühlbar mehr Platz als beispielsweise in einem Opel Astra. Leider wird es durch die hohe Sitzbank und das hinten flacherer Dach etwas eng für groß gewachsene Mitreisende. Auch die Rundumsicht ist durch das hohe Heck und die breite C-Säule stark eingeschränkt.

Angenehmer als beim Vorgänger ASX: Die Fondtüren lassen sich in einem Winkel von 75 Grad öffnen. Der Fahrer hat gut ablesbare Instrumente, die ausklappbares Head-Up-Display und einen gut ablesbaren Sieben-Zoll-Bildschirm für Navigation, Soundsystem und weitere Funktionen. Bedient werden kann er über ein Touchfeld neben dem Schalthebel. Das große Glasdach lässt sich teilweise öffnen.

Einen guten Eindruck hat bei unserer ersten Ausfahrt der neue 1,5-Liter-Benziner hinterlassen. Er leistet 163 PS und bietet ein maximales Drehmoment von 250 Nm, die zwischen 1800 und 4500/min anliegen. Damit ist das SUV bestens ausgestattet - viele Fahrer wären wohl auch mit etwas weniger zufrieden. Angeboten wird dieser Motor in zwei Kombinationen. Der Frontantrieb ist nur mit manuelle Schaltgetriebe, der Allradantrieb nur mit CVT zu haben. Das ist ausgesprochen schade, denn einseits würde dem kräftigen Benziner der Allradantrieb gut stehen, denn schon auf trockener Straße ist die Haftgrenze manchmal schnell überschritten. Andererseits ist und bleibt ein CVT gewöhnungsbedürftig. Der europäische Geschmack unterscheidet sich in diesem Punkt vom asiatischen - dort mögen viele die spürbaren Gangwechsel nicht.

Die acht ihr implantierten Schaltstufen versuchen über die Unzulänglichkeiten des stufenlosen Getriebes hinwegzutäuschen. Dies gelingt jedoch überzeugend nur bei entspannter Fahrt, bei zügiger wirkt die Sortierung der Stufen nicht überzeugend.