Mercedes-Maybach 6 Cabriolet

Die Leistungsschau der Marke Mercedes-Maybach war auf dem Pebble Beach Concours D’Élégance in Monterey zu sehen. Das Mercedes-Maybach 6 Cabriolet zeigt, was passiert, wenn die Schwaben all das, was sie können, auch wirklich sollen

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Mercedes-Maybach 6 Cabriolet
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Bernd Kichhahn

Wer glaubt, er wüsste schon alles über Hagelschäden, der soll mal das Mercedes-Maybach 6 Cabriolet während eines Unwetters vor der Haustür parken. Die Leistungsschau der Marke war auf der Monterey Car Week (15. bis 20. August) zu sehen. Die schließt traditionell mit dem Pebble Beach Concours D’Élégance ab. Dort war ein Cabriolet zu sehen, in dessen Stoffverdeck Fäden aus Roségold eingewebt sind. Warum? Wahrscheinlich, um die von den Designern etwas künstlich herbei konstruierte Nadelstreifenoptik des Kühlergrills über das Fahrzeug weiter zu führen

Apropos Hagelschaden: schon beim Einparken sollte Vorsicht geboten sein, mit dem Roségold hat Mercedes-Maybach nämlich auch die Felgen veredelt. Die Nobelmaterialien sollen weiter vor allem den Innenraum in eine nie dagewesene Dimension katapultieren. Leder, Holz und jede Menge Displays sorgen für ein ebenso futuristisches wie nobles Ambiente.

Mercedes-Maybach 6 Cabriolet (5 Bilder)

Die Front des Mercedes Maybach 6 Cabriolet ist verkleidet von einem mächtigen Kühlergrill.
(Bild: Daimler)

Das Heck fließt quasi direkt in den Innenraum. Ein Bruch zwischen dem Außen- und Innendesign ist nicht zu erkennen. Hier noch Heck, dort schon kristallweißes Nappaleder. Ein Trick, den die Designer bei den Sitzen wiederholt haben. Auch die sind ohne sichtbare Trennung, quasi in einem Guss, entworfen. Blaue Displaybänder, zwei Head-up-Displays. Die Instrumente sind in Roségold gefasst und arbeiten mit analogen Zeigern.

So luxuriös das alles klingt, von der schieren Wucht können die Gadgets nicht ablenken. Der Wagen nimmt mit 5,7 Metern Länge und 2,1 Metern Breite satte 12 Quadratmeter Straßenfläche ein. Kein Wunder, dass es gleich den Pebble Beach braucht, um genug Platz für eine Ausfahrt zu haben.Auch rein technisch versucht der Mercedes-Maybach 6 Cabriolet den Sprung in die Zukunft. Es ist nämlich ein Elektroauto. Rein theoretisch leisten vier Elektromotoren in Summe 750 PS. Der Akku, der im Unterboden verbaut sein soll, soll eine Reichweite von 500 Kilometern garantieren. Auch die restlichen Werte orientieren sich an den üblichen Phantasiewerten von Elektrostudien. Von null auf hundert geht es in vier Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 250 Stundenkilometern abgeregelt.

Durch Gleichstromladen auf Basis des CCS-Standards ermöglicht das System Ladeleistungen bis zu 350 kW. So braucht es angeblich nur fünf Minuten, bis genug Saft für hundert Kilometer an Bord ist. Für ähnliche Aussagen wird Elon Musk von der Konkurrenz auch gerne mal zum „Ankündigungsweltmeister“ degradiert. Mercedes-Maybach wird in einem solchen Fall als „visionär“ bezeichnet. (chlo)