Vorstellung: Ford Ka+ Facelift

Nach nur anderthalb Jahren wird der pragmatische Ford Ka+ überarbeitet, bleibt sich im Kern aber treu. Abgesehen von etwas Detailarbeit bringt das Facelift vor allem Neuerungen bei Infotainment und Motoren, wobei Ford sich an einem Punkt viel Zeit lässt - wie die Konkurrenz

vorlesen Druckansicht 3 Kommentare lesen
Ford Ka+
Lesezeit: 5 Min.
Inhaltsverzeichnis

Fortschritt ist meistens eine feine Sache. Ob sich aber jeder, der im vergangenen Jahr einen Ford Ka+ gekauft hat, sich darüber freut, dass die Marke nach etwas mehr als einem Jahr im Handel schon Renovierungsbedarf entdeckt hat, darf bezweifelt werden. Doch allzu sehr grämen müssen sich die Käufer nicht. Denn Ford belässt vieles so, wie es zuvor schon war. Ein paar Neuerungen sind trotzdem interessant.

Äußerlich tut sich nicht viel: Ein neuer Kühlergrill und ein Knopf an der Heckklappe, mit dem sich diese nun einfacher als bisher öffnen lässt, müssen reichen. Verstärkte Türdichtungen sollen weniger Lärm nach innen dringen lassen. Der Ka+ war bisher zwar nicht ungewöhnlich laut, doch weniger ist an dieser Stelle stets willkommen.

Vorstellung: Ford Ka+ Facelift (11 Bilder)

Nach rund anderthalb Jahren überarbeitet Ford den Ka+. Doch bisherige Käufer müssen sich nicht grämen, denn im Kern bleibt der Ka+, was er zuvor schon war.
(Bild: alle Hersteller)

Ganz neu ist der Ka+ Active. Mit ihm hofft Ford, von der aktuellen SUV-Mode zu profitieren und so „ganz neuen Kundenkreisen den Zugang zu diesem begehrten Segment“ zu öffnen. Wir sind gespannt, ob dafür ein paar unlackierte Kunststoffteile und etwas mehr Bodenfreiheit ausreichen. Als zusätzlicher Anreiz wird eine umfangreiche Ausstattung gepriesen.

Ford hat das alte Infotainmentsystem entsorgt und baut nun auch in sein günstigstes Modell die aktuelle Generation Sync 3 ein – ein großer Fortschritt, den sich in diesem preissensiblen Segment aber wohl nicht viele Menschen gönnen werden. Feinen Humor beweisen die Autoren des Beipackzettels für die Presse. Zitat: „Zur Serienausstattung aller Ford Ka+ gehören künftig so angenehme Ausstattungsdetails wie elektrische Fensterheber vorne, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, elektrisch einstellbare Außenspiegel, Berganfahr-Assistent, Geschwindigkeitsbegrenzer und das clevere Tanksystem Ford Easy Fuel“. Das klingt wirklich gut, doch traurig muss kein Käufer des bisherigen Modells sein: Bereits die aktuelle Preisliste für das noch unbearbeitete Modell führt all diese Dinge als Serienausstattung auf.

Ganz neu sind die zwei 1,2-Liter-Motoren. Ford hatte bei der Einführung des Ka+ davon gesprochen, dass diese „vollkommen neu entwickelt“ seien. Nach einer doch recht überschaubaren Bauzeit werden sie von neuen 1,2-Liter-Motoren ersetzt. Diese haben nur noch drei statt vier Zylinder, sollen aber zehn Prozent mehr Drehmoment bieten. Die Leistungsangaben bleiben mit 70 und 85 PS gleich. Der schwächere Motor würde künftig also etwa 115 Nm, der stärkere ca. 124 Nm Drehmoment bieten. Weitere Eckdaten konnte uns Ford auf Nachfrage noch nicht nennen.