Autokonzerne: Interesse an 5G
Die deutschen Autokonzerne haben Interesse bekundet, in ihren Werken künftig Mobilfunknetze in Eigenregie zu betreiben. Hierbei geht es um den neuen Standard 5G. Ein Teil des Spektrums im hohen Frequenzbereich soll lokalen Betreibern zugeteilt werden
(Bild: Telefónica)
- dpa
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Die deutschen Autokonzerne haben Interesse bekundet, in ihren Werken künftig Mobilfunknetze in Eigenregie zu betreiben. Hierbei geht es um den neuen Standard 5G, dessen Vergaberegeln Ende November 2018 von der Bundesnetzagentur festgelegt werden sollen. Bisherigen Plänen zufolge will die Behörde einen Teil des Spektrums im hohen Frequenzbereich lokalen Betreibern zuteilen und nicht an bundesweit tätige Telekom-Konzerne vergeben. Auf diesem Weg könnten auch Autokonzerne zum Zug kommen.
Lokale Netze im Eigenbetrieb seien „besser in der Lage, hochsensible Anwendungsdaten zu transportieren“, sagte ein BMW-Sprecher. Positiv äußerte sich auch Volkswagen. Von Daimler hieß es, man sei in Gesprächen mit der Netzagentur. Für klassische Netzbetreiber wäre eine Teilvergabe an Autokonzerne ein Rückschlag, schließlich würde das 5G-Geschäftspotenzial etwas schrumpfen. „Es tut uns weh, wenn 25 Prozent eines Spektrums im 3,4- bis 3,8-Gigahertz-Bereich für uns nicht freigeben sind – dadurch fehlt uns Bandbreite und Kapazität“, sagte Walter Goldenits von der Deutschen Telekom.
Der Mobilfunkstandard 5G ist derzeit ein großes Thema in der deutschen Industrie. Verglichen mit dem aktuell genutzten Standard LTE wäre 5G um ein Vielfaches schneller. Das ist wichtig für autonome Fahrzeuge, die derzeit entwickelt werden und künftig ein lukratives Geschäft sein sollen. Sie empfangen nicht nur Daten über Glätte oder Gegenstände auf den Straßen, sondern übermitteln auch Informationen an nachfolgende Autos und andere Objekte. (mfz)