Rennpappe 2.0: Trabant nt als Studie auf der IAA 2009

Vor zwei Jahren war das 1:10-Modell eines Nachfolgers des DDR-Relikts ein Blickfang auf der IAA, dieses Jahr soll eine aus­gewachsene Studie folgen – auch um Investoren für das Projekt zu begeistern

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  • gh

Frankfurt, 18. August 2009 – Ostalgiker hätten vielleicht Frankfurt an der Oder als Ort der Premiere bevorzugt, doch ist dem "Trabant nt" auch auf der IAA 2009, die vom 17. bis zum 27. September in Frankfurt am Main stattfindet, die Aufmerksamkeit sicher. Dort stieß schon vor zwei Jahren ein 1:10-Modell eines Trabi-Nachfolgers für reges Interesse, in diesem Jahr soll diesem eine ausgewachsene Studie folgen. Das Kürzel "nt" im Namen steht übrigens für "newTrabi" – so wurde das Plastemodell vor zwei Jahren genannt.

Der Trabant nt soll bis 2012 als Fahrzeug mit reinem Elektroantrieb zur Serienreife gebracht werden, erläutert Ronald Gerschewski, Geschäftsführer von IndiKar, einem der Entwicklungspartner für den neuen Wagen. Allerdings muss zuvor noch ein finanzkräftiger Investor gefunden werden. Neben der auf individuelle Fahrzeugumbauten spezialisierten Firma IndiKar arbeitet noch die IAV GmbH an dem Projekt. Die Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr (IAV) ist für den Elektroantrieb und die gesamte Fahrzeugelektronik zuständig. Mit dabei ist weiterhin der ursprüngliche Ideengeber, der Modellauto-Hersteller Herpa. Von der aktuellen Studie wird es erst zur IAA Bilder geben, bis dahin muss den Fans ein Rückblick auf das Modell von 2007 reichen. Es wird erwartet, dass sich die Studie grundlegend vom Modell unterscheiden wird: Der Autodesigner Nils Poschwatta hat seinen Job bei VW aufgegeben, um am neuen Trabi arbeiten zu können. Er soll das Design grundlegend geändert haben.

Rennpappe 2.0: Trabant nt als Studie auf der IAA 2009 (10 Bilder)

So sieht das 1:10-Modell des newTrabi von 2007 aus.

Der Elektromotor soll seine Energie aus einer Lithium-Ionen-Batterie beziehen. Die maximale Reichweite des Trabant nt wird mit 160 Kilometer angegeben, was ihn zu einem Stadt- und Mittelstreckenfahrzeug macht. Zur Motorleistung liegen noch keine Angaben vor. Ein Solardach wird laut Entwicklerteam die Klimaanlage mit Strom versorgen. AuĂźerdem will man eine ĂĽberdurchschnittlich gute Zuladung erreichen. (imp)