GM verkauft Saab an Koenigsegg
Die kleine, erst 1994 gegründete Marke Koenigsegg übernimmt die 1937 gegründete Traditionsmarke. General Motors will Ende 2009 sämtliche Anteile an den schwedischen Sportwagenhersteller übertragen
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Rüsselsheim/Zürich, 18. August 2009 – General Motors (GM) verkauft seine sämtlichen Saab-Anteile an die Koenigsegg Group AB, die als Hersteller exklusiver Sportwagen in geringer Stückzahl bekannt ist. Ein Vorvertrag wurde nun unterschrieben. Endgültig abgeschlossen werden soll das Geschäft Ende 2009. Trotz des Eigentümerwechsels darf Saab jene Modelle auf den Markt bringen, die noch zusammen mit General Motors entwickelt wurden und kurz vor der Einführung stehen.
Saab soll wieder profitabel werden
"Wir arbeiten weiterhin eng mit allen beteiligten Parteien zusammen, um die letzten Details zu klären und das Geschäft innerhalb der nächsten Monate zügig zum Abschluss zu bringen", erklärte GM-Europe-Präsident Carl-Peter Forster. Koenigsegg-Chef Christian von Koenigsegg fügte hinzu: "Wir wollen Saab zu einem eigenständigen Unternehmen aufbauen und seine Zukunft durch seine Profitabilität sichern." Im Juni hatten die Saab-Gläubiger dem Unternehmen 75 Prozent seiner Schulden erlassen. Im Februar 2009 hatte der traditionsreiche Pkw-Hersteller Insolvenz anmelden müssen.
GM verkauft Saab an Koenigsegg (3 Bilder)

"Dies ist eine ausgezeichnete Nachricht für alle, die mit Saab verbunden sind", meint Saab-Manager Jan Åke Jonsson (rechts, hier zusammen mit Christian von Koenigsegg)
(imp)