Auf der Showbühne: Polo, A4 allroad, Yeti & Co.

Kurz vor dem Start des Genfer Autosalons lud der Volkswagen-Konzern zum Premierenabend. Wir zeigen die ersten Bilder der Neulinge, darunter der Polo, der A4 allroad und der Yeti

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Genf (Schweiz), 3. März 2009 – Kein Autobauer kann sich derzeit der Absatzkrise entziehen. Selbst Volkswagen leidet, allerdings auf höherem Niveau als viele Konkurrenten. Das Unternehmen punktet derzeit mit Spartechnik, wenn auch bisher nur im konventionellen Bereich: Einen Hybrid gibt es nach wie vor nicht, doch mit den TSI-Motoren und den Doppelkupplungsgetrieben namens DSG ist der Autobauer erfolgreicher Trendsetter.

Die gute Laune mag den Beteiligten auf dem Genfer Autosalon dieses Jahr zwar schwerer fallen, doch VW ließ es sich gestern nicht nehmen, seine Neuigkeiten auf der Genfer Bühne effektvoll zu präsentieren – die Show ist halt Pflicht. Wir waren vor Ort und haben die ersten Eindrücke von den Premieren der Konzernmarken VW, Audi, Seat, Skoda, Lamborghini, Bentley und Bugatti eingefangen.

Auf der Showbühne: Polo, A4 allroad, Yeti & Co. (23 Bilder)

Weltpremiere: Zum ersten Mal zeigte VW den neuen Polo.

Das absolute Highlight war zweifelsohne der neue VW Polo, der von Entwicklungsvorstand Dr. Ulrich Hackenberg auf die Bühne gefahren wurde. Die Familienähnlichkeit zum Golf VI ist überdeutlich. Das Auto soll keine Spielereien und keine Gimmicks bieten, sondern „Polo pur“. Verbessert wurde jedoch die Sicherheit: ESP ist nun Serie und auch die Karosserie soll bei einem Crash mehr aushalten. Mit einem Einstiegspreis von 12.150 Euro wird der Kleinwagen nur unwesentlich teurer als der Vorgänger, kündigte Hackenberg an. Für uns aber ist die größte Überraschung am neuen Polo der variable Ladeboden, der die Nutzbarkeit des Kofferraums verbessert.

Die wichtigste Neuheit aus Ingolstadt präsentiert Audi-Chef Rupert Stadler: den A4 allroad quattro. Viele Elemente aus der Oberklasse sollen in dem höher gelegten Avant stecken. Und mit dem 2.0 TDI genügen 6,2 Liter Diesel für 100 Kilometer, versprach Stadler. In die oberste Etage gehört dagegen der Bentley Continental Supersports. Laut Markenchef Franz-Josef Paefgen ist er nicht nur der momentan schnellste, sondern auch der umweltfreundlichste Bentley – das Luxus-Coupé nutzt Bioethanol als Kraftstoff. Kein Bio dagegen beim Murciélago SV, den Lamborghini-Chef Stephan Winkelmann präsentiert. Die beiden Buchstaben stehen für „SuperVeloce“, was auf deutsch Höchstgeschwindigkeit bedeutet. Für Tempo sorgen 670 PS und vor allem das sehr geringe Leistungsgewicht von nur 2,3 Kilo pro PS.