BMW forscht an Navigationssystemen der Zukunft
Dank künstlicher Intelligenz sollen die Lotsen Fahrziele anhand des Nutzerverhaltens vorhersagen können, Routeninfos liefern frühzeitige Hinweise zum Spritsparen
- mn
München, 27. April 2009 – Wie bei den Mobiltelefonen werfen die Navi-Hersteller in kurzer Folge neue Modelle auf den Markt, und nicht immer ist erkennbar, ob das neue Gerät wirklich mehr Nutzen bringt als der Vorgänger. BMW erprobt derzeit Prototypen Lotsen, auf die die Bezeichnung "next generation" tatsächlich zutrifft. Eine Kernidee des Projekts: Das "lernfähige" Navi errät zumeist selbständig das gewünschte Fahrziel, ohne dass dies eingegeben werden muss.
Lernendes Navi
Die "selbstlernende Routenschätzung" soll vorausschauend aktiv werden und selbständig dabei helfen, Staus zu auszuweichen. Dazu muss das Navigationssystem zunächst lernen: Für jeden Fahrer wird ein Profil angelegt, das Informationen zu dessen gefahrenen Strecken beinhaltet – mit Zielen, Schleichwegen, der Uhrzeit sowie der Sitzplatzbelegung. So kann das Auto am Montagmorgen den Weg in die Arbeit als den wahrscheinlichsten annehmen. Ist ein Kindersitz belegt, wird der Weg zum Hort mit eingeplant. Und am Samstagmorgen schätzt der Routenplaner anhand der Gewohnheiten seines Besitzers, dass es wahrscheinlich zum Sport geht.
BMW forscht an Navigationssystemen der Zukunft (6 Bilder)

BMW erforscht, wie das Navigationssystem der Zukunft funktionieren könnte.
Abgleich mit persönlichem Kalender
Die Trefferquote für den richtigen Weg beträgt bei dem Prototypen laut BMW bereits annähernd 70 Prozent. Weiter erhöht wird die Trefferwahrscheinlichkeit, wenn das Navi Zugriff zu den persönlichen Kalendern im Handy oder Smartphone bekommt.