Wurf-Geschoss: Mitsubishi Lancer Evolution FQ-400

Schwachbrüstig ist der Lancer Evolution X bestimmt nicht. Doch jetzt legt sich der besonders in Großbritannien beliebte Evo frech mit Porsche und Co. an

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Hattersheim, 27. Mai 2009 – Als der erste Mitsubishi Lancer in den 1970ern auf den Markt kam, war noch nicht so recht zu erkennen, warum die Baureihe nach einem „Speerreiter“ benannt wurde. Beim Lancer Evolution X, dem unmittelbaren Konkurrenten des Subaru WRX STi, ist das schon eher nachzuvollziehen. 295 PS, 366 Nm und von null auf hundert in 5,4 Sekunden – schwächlich ist der Evolution X bestimmt nicht. Doch wer will, bekommt jetzt über 100 PS obendrauf. Lancer Evolution X FQ-400 nennt sich das neue Geschoss, das sowohl für den Einsatz auf der Straße als auch für die Rallyepiste konzipiert ist.

Die schnellste und extremste Lancer-Evolution-Version aller Zeiten wird von einem rund 409 PS starken Zweiliter-Motor angetrieben. Ein neuer Turbolader und modifizierte Einspritzdüsen sorgen für die deutliche Mehrleistung im Vergleich zum herkömmlichen Evo. Das maximale Drehmoment wächst auf stolze 525 Nm an. Für den Sprint auf Tempo 100 soll der FQ-400 nur 3,8 Sekunden benötigen. Damit spielt er in derselben Liga wie ein Mercedes SLR McLaren und hängt sogar einen Porsche 911 Turbo oder einen Audi R8 5.2 FSI quattro ab, wie peinlich. Die Höchstgeschwindigkeit der japanischen Rennlimousine wird elektronisch abgeregelt – bei 250 km/h.

Wurf-Geschoss: Mitsubishi Lancer Evolution FQ-400 (7 Bilder)

Der schnellste und extremste Lancer Evolution aller Zeiten: Die Sonderedition FQ-400.

Die gewaltige Kraft wird über die Allradtechnologie S-AWC (Super All Wheel Control) übertragen. Um die verfügbaren Traktionsreserven optimal zu nutzen, koordiniert dieser Antrieb vier Hauptsysteme: Das aktive Mittendifferenzial ACD (Active Center Differential) verteilt das Antriebsmoment mittels einer elektronisch geregelten Lamellenkupplung situativ zwischen Vorder- und Hinterachse. Die „Active Yaw Control“ (AYC) erkennt ein eventuelles Unter- beziehungsweise Übersteuern des Fahrzeuges und stellt durch die situationsgerechte Verteilung des Antriebsdrehmoments der Hinterachse zwischen rechtem und linkem Rad die bestmögliche Traktion her. Komplettiert wird S-AWC durch die bekannten Sicherheitssysteme ABS und die elektronische Stabilitätskontrolle ASC. Der Fahrer kann das Setup des Allradantriebs zudem an den jeweiligen Untergrund anpassen – Asphalt, Schotter oder Schnee.