Toyota baut Hybridversion des Auris in Großbritannien
Mit dem Facelift des Auris kommt ab Mitte 2010 auch eine Hybridvariante auf den Markt. Er soll im britischen Werk Burnaston vom Band laufen
- Gernot Goppelt
Köln, 17. Juli 2009 – Von dieser Meldung sei er selbst ein wenig überrascht worden, sagte ein Toyota-Sprecher gegenüber heise Autos. Zwar wurde bereits darüber geschrieben, aber eine offizielle Äußerung von Toyota fehlte noch: Ab etwa Mitte 2010 kommt der Kompaktwagen Auris als Vollhybrid-Variante auf den Markt. Schon in der Vergangenheit hatte Toyota angekündigt, ab 2010 seine Hybridtechnik für weitere Baureihen verfügbar zu machen. Der Auris HV wird zudem der erste Hybrid-Pkw sein, der in Europa vom Band läuft, und zwar im britischen Werk Burnaston.
Noch ein Volkshybrid?
„Mit dieser Entscheidung unternimmt Toyota einen wichtigen Schritt, die Hybridtechnologie einem größeren Kundenkreis zugänglich zu machen und mehr Fahrzeuge mit besonders niedrigen CO2-Emissionen auf europäische Straßen zu bringen“, sagt Tadashi Arashima, CEO und Präsident von Toyota Motor Europe (TME). Auf Nachfrage von heise Autos sagte ein Sprecher des Unternehmens, dass es sich um keine völlige Neuentwicklung handeln wird, sondern ein Facelift des aktuellen Auris. Da der Auris Hybrid im Modellprogramm ja irgendwo positioniert werden muss, wird er wohl unterhalb des Prius angesiedelt sein, wohl auch als Konkurrenz zum preisgünstigen Honda Insight.
Toyota baut Hybridversion des Auris in Großbritannien (2 Bilder)

Das ist der aktuelle Toyota Auris. Mit dem Facelift soll es 2010 auch eine Hybridversion geben (Bild: Toyota)
Hybrid passt auch im Auris
Obwohl aufgrund Toyotas vorsichtiger Haltung gegenüber der Li-ion-Technik auch im Auris eine etwas sperrigere NiMh-Batterie zu erwarten ist, ist offenbar keine Neukonstruktion des Karosserie erforderlich. Zwar hatte Toyota noch Anfang 2008 Li-Ion-Batterien für 2010 angekündigt – dass sie ausgerechnet im Auris eingesetzt werden, ist aber allein schon deswegen unwahrscheinlich, weil damit kein volkstümlicher Fahrzeugpreis zu erzielen wäre. Damit die Hybridkomponenten im Auris Platz finden, wird Toyota also zumindest karosserieseitig wohl ein wenig „Hand anlegen“ müssen. Dabei ist die Hybridtechnik selbst mit NiMh-Batterie erstaunlich kompakt, wie man beim neuen Prius sehen kann. Im Hinblick auf „Skaleneffekte“ in der Großserienproduktion bietet sich im Übrigen auch für den Auris ein leistungsverzweigter Hybridantrieb mir Planetengetriebe an, wie er sich im Prius bewährt hat.