Audi A3 2020: BestÀndige Werte
Den vierten A3 will Audi nur noch als Sportback anbieten. Erstaunlicher ist aber die Entscheidung, ihn innen vergleichsweise konventionell zu gestalten
Der kommende A3 bewahrt BewÀhrtes.
(Bild: Audi)
In LĂ€nge und Breite wĂ€chst der A3 um je drei Zentimeter auf 4,34 respektive 1,82 Meter, der Radstand ist jedoch gleich geblieben, mehr Kniefreiheit oder FuĂraum ist also nicht zu erwarten. Der Fahrer wurde etwas niedriger positioniert als bisher. Audi verspricht ein Leergewicht unter 1,4 Tonnen sowie einen auf 0,28 verbesserten Luftwiderstandsbeiwert.
Schalter fĂŒr die Junggebliebenen
Das Interieur wirkt mit verchromten Elementen und âBlack-Panel-Optikâ hochwertig, verwundert aber mit konventionellen Schaltern und Reglern fĂŒr Heizung und Licht. Das neue Bediensystem, fĂŒr das sich die technisch baugleichen Modelle VW Golf und Seat Leon so loben, bekommt ausgerechnet das Hightech-AushĂ€ngeschild des Konzerns nicht. Ist das neue System nun doch nicht so toll oder ist es gar der neue A3 nicht wert? Betrachtet man den optischen Konservativismus des kommenden A3 könnte man sich sogar vorstellen, dass der A3 im Konzernangebot nun noch stĂ€rker fĂŒr die Junggebliebenen positioniert wurde, die sich vielleicht nicht mehr so gern von neuen Bedienlösungen ĂŒberzeugen lassen.
Vorstellung Audi A3 (21 Bilder)

Immerhin kommuniziert der A3 wie der Golf 8 mit anderen car-2-x-fĂ€higen Autos ĂŒber die Verkehrslage und mögliche Gefahren. So kann er zum Beispiel vor einem vorausliegenden Hindernis warnen oder ĂŒber eine kommende Ampelschaltung informieren. Dazu kommt die Bedienmöglichkeit ĂŒber natĂŒrlich geĂ€uĂerte Sprachbefehle und eine Handschrifterkennung. Bis Mitte 2020 soll zudem der Amazon-Sprachdienst Alexa integriert sein.
LED-Scheinwerfer sind Serie
Statt Zeigerinstrumenten wird nun ein 10,25-Zoll-Display hinter dem Lenkrad eingebaut, ein BerĂŒhrungsbildschirm auf der Mittelkonsole erlaubt die Bedienung von Funktionen wie Navigation, Medien und Connectivity. Gegen Aufpreis ist ein 12,3 Zoll groĂer Bildschirm und ein Head-Up-Display erhĂ€ltlich. LED-Scheinwerfer sind Serie, das Matrix-LED-Licht kostet Aufpreis. Neu sind eine Querverkehrswarnung und ein Ausweichassistent, teilautonom laufen LĂ€ngs- und QuerfĂŒhrung, solange der Fahrer das Lenkrad in der Hand behĂ€lt.
Videos by heise
Anfangs bietet Audi den A3 mit drei Frontantriebs-Motorisierungen an: Einem 1,5-Liter-Benziner mit 110 kW/150 PS, einem Zweiliter-Dieselmotor mit 85 kW/116 oder 110 kW/150 PS. Wahlweise sind eine Sechsgang-Handschaltung oder ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe erhÀltlich.
Auch mit Erdgas
Bereits in der Pipeline ist der Einliter-Benziner mit 81 kW/110 PS sowie eine Mild-Hybrid-Variante des 1,5 TFSI mit 48 Volt, der neben bis zu neun kW und 50 Nm krĂ€ftigem Boost und Rekuperation bis zu 12 kW auch eine bis zu 40 Sekunden lang dauernde Segelfunktion bieten soll. Das soll den Motor bis zu 0,4 Liter sparsamer machen als die konventionelle Version. SpĂ€ter soll mit zwei Plug-In-Hybrid-Modellen noch deutlich mehr elektrische Leistung einziehen. Trotz der Ansage aus dem Konzern, nun keine neuen Erdgasantriebe mehr entwickeln zu wollen, ist eine Erdgas-Version angekĂŒndigt.
S3 und RS3 folgen
Der S3 mit Allradantrieb, Doppelkupplungsgetriebe und 300 PS soll im Herbst 2020 angeboten werden, als RS3 mit 400 PS-FĂŒnfzylinder aus 2,5 Litern Hubraum soll Anfang 2021 das Spitzenmodell des A3 folgen.
Der A3 bleibt wie gewohnt teuer. Als Basismodell 30 TFSI mit 81 kW (110 PS) kostet er bereits 26.800 Euro, der 35 TFSI mit 110 kW/150 PS wird ab 28.900 Euro verkauft und der gĂŒnstigste Diesel wird als 30 TDI mit 85 kW/116 PS mindestens 29.900 Euro kosten. Der A3 ist ab sofort ab 26.800 Euro bestellbar, ab Mai 2020 soll er ausgeliefert werden.
(fpi)