Vorstellung: Audi A3 Stufenheck
Audi stellt den neuen A3 wieder ein Stufenheck an die Seite. Wichtig ist das vor allem für Märkte abseits West-Europas.
(Bild: Audi)
Die hiesigen Zulassungszahlen hätten eine zweite Auflage des Audi A3 Stufenhecks nicht zwingend nahegelegt. Das brav gezeichnete Auto fand hierzulande nur wenige Abnehmer, global sah das etwas anders aus. Die zweite Generation bleibt daher beim bewährten Rezept.
Dicke Backen
Die Gestaltung folgt der fünftürigen A3-Limousine, die Anfang März 2020 vorgestellt wurde. Auch hier gibt es reichlich dicke „Backen“ über den Rädern. Die ersten Bilder zeigen eine „S-Line“-Ausstattung inklusive 19-Zoll-Felgen, das Basismodell mit kleineren Rädern wirkt erheblich schlichter. Dennoch: Neben dem pummeligen BMW 2er Gran Coupé wirkt der Audi geradezu erfrischend konservativ.
Videos by heise
Der Neue ist mit 4,5 Metern rund 4 cm länger als das bisherige Modell und wird mit 1,82 m 2 cm breiter und mit 1,43 einen Zentimeter höher. Eine erste Sitzprobe hat ergeben, dass man mit einer Körpergröße von über 1,85 Metern vorne und hinten vernünftig Platz findet. Der Kofferraum fasst nach wie vor 425 Liter.
48-Volt-Mildhybrid
Zum Start wird es drei Antriebe geben, die alle 110 kW (150 PS) bieten: Einen Zweiliter-Diesel und zwei 1,5-Liter-Benziner. Letzterer bekommt in Verbindung mit einem Doppelkupplungsgetriebe eine 48-Volt-Mildhybridisierung, die über einer Lastpunktverschiebung Sprit sparen soll. Das Prinzip dahinter ist schon länger bekannt: Der Verbrennungsmotor soll möglichst oft im sogenannten Bestpunkt arbeiten. Liegt die aktuelle Lastanforderung leicht unter diesem Ideal, arbeitet der Verbrennungsmotor gewissermaßen etwas mehr und lädt über einen Startergenerator eine kleine Batterie auf – und umgekehrt: Liegt die Lastanforderung minimal über dem Bestpunkt, wird dem Speicher Strom entnommen und der Generator wird zum E-Motor.
Kommt ein PHEV?
Wenig später sollen ein Zweiliter-Diesel mit 85 kW (116 PS) und ein Einliter-Dreizylinder mit 81 kW (110 PS) nachgeschoben werden. Auch dieser Benziner bekommt in Verbindung mit dem Doppelkupplungsgetriebe die beschriebene Mild-Hybridisierung. Bei diesem Angebot dürfte es kaum bleiben, wir rechnen mit bis zu mehr als 300 PS – die Konkurrenz in Form von Mercedes A-Klasse Stufenheck und BMW 2er Gran Coupé hat dementsprechend vorgelegt. Zumindest Mercedes bietet seinen Ableger auch mit Plug-in-Hybrid an. Sollte es der Markt erfordern, könnte Audi hier rasch nachlegen. Denn auf dieser Plattform stehen ja auch VW Golf GTE, Skoda Octavia iV und Seat Leon PHEV.
Audi A3 Stufenheck 2020 (15 Bilder)

(Bild: alle Hersteller)
Der A3 Stufenheck mit dem 150-PS-Benziner soll 29.800 Euro kosten, der Dreizylinder mit 110 PS 27.700. Derzeit wirft die Corona-Pandemie diverse Planungen durcheinander. Deswegen ist noch ungewiss, ab wann genau dieser A3 bei den deutschen Händlern stehen wird. Der Vorverkauf startet jetzt, die ersten Auslieferungen sollen ab dem Sommer erfolgen. Die Händler werden das verschmerzen können, denn das er hierzulande plötzlich ein Verkaufsmagnet wird, ist kaum zu erwarten.
(mfz)