EU-Kommission setzt auf Strom: "E-Autos bis 2025 wettbewerbsfÀhig"

Im Entwurf einer Strategie fĂŒr ein Energiesystem der EU heißt es, E-Autos seien 2025 wettbewerbsfĂ€hig und kĂ€men bis 2050 auf einen Martanteil 50 bis 75 Prozent.

vorlesen Druckansicht 573 Kommentare lesen
Elektroauto, E-Auto, Laden

Mehr Strom aus Renewables soll in mehr Elektroautos fließen, findet die EU-Kommission.

(Bild: Smile Fight / shutterstock.com)

Lesezeit: 2 Min.
Von
  • dpa
Inhaltsverzeichnis

Zwei Millionen LadesĂ€ulen in Europa bis 2025 sollen den Umstieg auf Elektroautos voranbringen. Das steht im Entwurf einer Strategie fĂŒr ein integriertes Energiesystem, die die EU-Kommission am Mittwoch vorlegen will. Sie rechnet damit, dass Elektroautos 2025 gegenĂŒber solchen mit Verbrennungsmotoren preislich wettbewerbsfĂ€hig sind. Ihr Marktanteil soll 2030 bei sieben Prozent liegen, 2050 dann schon bei 50 bis 75 Prozent.

Der Entwurf, der dpa vorliegt, spricht von einem beschleunigten Einsatz von Strom aus erneuerbaren Quellen statt anderer Energieformen. So soll ĂŒber WĂ€rmepumpen auch ein Großteil der Heizungen auf ElektrizitĂ€t umgestellt werden. 2030 soll er bei 40 liegen, 2050 dann bei 50 bis 70 Prozent.

Videos by heise

Der Anteil von Strom am Endenergieverbrauch soll von heute 23 Prozent auf bis zu 50 Prozent 2050 steigen. Schon 2030 sollen bis zu 85 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen kommen. Erreicht werden soll der rasche Zuwachs vor allem durch WindrĂ€der vor der KĂŒste.

Insgesamt setzt die Kommission in der Strategie auf ein "integriertes" Energiesystem. Heute sei zum Beispiel der Verkehr hauptsĂ€chlich auf erdölbasierte Treibstoffe ausgerichtet, Strom und HeizwĂ€rme kĂ€men aus Kohle und Gas. Gas- und Stromnetze wĂŒrden unabhĂ€ngig voneinander gemanagt. "Dieses Modell separater Silos ist fĂŒr eine klimaneutrale Wirtschaft nicht geeignet", heißt es in dem Papier. Vielmehr mĂŒsse das Energiesystem als Ganzes mit allen EnergietrĂ€gern geplant und betrieben werden.

Der SPD-Europaabgeordnete Ismael Ertug begrĂŒĂŸte den Ansatz der Kommission. Diese setze auch auf mehr Effizienz, mehr CO2-arme Kraftstoffe wie grĂŒnen Wasserstoff und bessere Vernetzung des Energiesystems. "Ich sehe hier fĂŒr den Industriestandort Europa eine große Chance, insbesondere beim Aufbau einer wettbewerbsfĂ€higen und global fĂŒhrenden Industrie fĂŒr Batterien und Wasserstoff, welche möglichst viele Teile der Wertschöpfungskette umfassen sollte", kommentierte Ertug die Ideensammlung der EU.

(fpi)