Stilvoller Sportler: Der Maserati GranTurismo im Test
Das gelingt nicht vielen Automobilherstellern: Mit weit aufgerissenem Kühlerschlund steht der Maserati GranTurismo vor uns, ohne auch nur im Mindesten aggressiv zu wirken – bleibt dieser Eindruck auch beim Fahren erhalten?
- os
Haar, 29. Januar 2008 – Das gelingt nicht vielen Automobilherstellern: Mit weit aufgerissenem Kühlerschlund steht der Maserati GranTurismo vor uns, ohne auch nur im Mindesten aggressiv zu wirken. Die Maserati-Designer haben es geschafft, zeitlose Eleganz, Luxus und Sportlichkeit bruchlos miteinander zu verbinden. Ohne Frage, hier ist für Autoliebhaber jeglicher Couleur etwas dabei. Gilt das auch beim Fahren?
In 5,2 Sekunden auf Tempo 100
Unter der Haube des Reisecoupés verrichtet ein V8-Triebwerk aus dem Hause Ferrari seinen Dienst. Mit 4,2 Liter Hubraum generiert das Italo-Triebwerk eine Leistung von 405 PS. Der heckgetriebene Maserati besitzt ein Drehmoment von 460 Newtonmeter. Für den Sprint auf Tempo 100 benötigt der GranTurismo 5,2 Sekunden. Die Spitze ist bei 285 km/h erreicht.
Stilvoller Sportler: Der Maserati GranTurismo im Test (20 Bilder)

So stolz und dennoch grimmig können nur italienische Sportwagen dreinschauen
Automatik schaltet seidenweich
Anders als man es von einem Auto mit Ferrari-Motor erwartet, beherrscht der GranTurismo auch die sanfte Gangart. Beim gemütlichen Dahincruisen auf Landstraße und Autobahn schaltet die Automatik seidenweich und im Heck brabbeln die vier Endrohre genüsslich vor sich hin. Gibt man dem Dreizack die Sporen und die Drehzahl steigt über die 4000er-Grenze, zeigt er aber sein wahres Gesicht. Dann wollen die 405 Pferde nämlich derart flott nach vorne, dass man sich als Fahrer ein großes Grinsen kaum verkneifen kann. Dennoch fehlt dem schicken Italiener das letzte Quäntchen Bissigkeit. Die sechsstufige Wandlerautomatik vehindert einen noch spritzigeren Eindruck. Besonders im Sportmodus hat man stets das Gefühl, die Schaltvorgänge würden zu lange dauern. Da hilft nur eines, nämlich mittels Lenkradwippen selbst schalten. Als störend empfanden wir, dass die Automatik auch im manuellen Modus bei der jeweiligen Maximaldrehzahl selbstständig nach oben schaltet. Wenn man schon die Automatik ausschalten kann, möchten wir gerne selbst entscheiden, wann der Gangwechsel zu erfolgen hat.