Luxus-Droschke: Die Langversion des VW Phaeton im Test
Mit optischen Retuschen und neuen Assistenzprogrammen nimmt Volkswagen einen neuen Anlauf, um im Konzert der Luxusklasse mitzuspielen. Wir sind den überarbeiteten Phaeton in der Langversion gefahren
- is
Haar, 6. Februar 2008 – Als der Phaeton 2002 auf den Markt kam, erhoffte sich VW, im Oberklasse-Konzert von Mercedes-Benz, BMW und Audi mitspielen zu können. Doch es kam anders und die Kunden wollten den technisch eigentlich überzeugenden Luxus-Wolfsburger nicht so recht annehmen. Der Verkauf lief schleppend, mit zum Teil heftigen Nachlässen mussten die Verkäufer nachhelfen. Doch das soll sich nun ändern. VW nahm optische Retuschen an der Frontschürze vor und stattet den Wagen auf Wunsch mit einigen neuen Assistenzprogrammen aus. Wir sind den frischen Phaeton in der Langversion gefahren.
Volks-Riese
Mit einem zwölf Zentimeter längeren Radstand als die herkömmliche Version kommt der XL-Phaeton auf eine stattliche Länge von 5,18 Meter. Die Breite mit 1,90 Meter ist ebenfalls nicht zu verachten. Auch der lange Riese ist als Fünf- oder als Viersitzer erhältlich. Für unseren Test steht uns die viersitzige Variante zu Verfügung.
Luxus-Droschke: Die Langversion des VW Phaeton im Test (29 Bilder)

Der VW Phaeton V8 4Motion in der langen Version
Luxus in seiner reinsten Form
Im Innenraum schwelgen wir im Luxus. Vier Holzsorten stehen zur Auswahl, unser Testwagen verwöhnt uns mit so genannter „Pappelmaser schwarz“. Die großen Sitze sind mit feinster gelochter Lederhaut bezogen und passen sich dank vielfältigen Verstellungsmöglichkeiten den individuellen Bedürfnissen an. Die Memory-Funktion gewährleistet, dass nach einem Fahrerwechsel jeder wieder seine persönliche Stellung abrufen kann. Allerdings stellt sich beim langen Phaeton die Frage, ob ein Fahrerwechsel überhaupt vorkommt, denn beim Blick in den Fond erkennt man sehr schnell die wahre Mission dieser Phaeton-Ausführung: vorne wird gefahren, hinten dirigiert.
Masseur auf Stand-by
Das Platzangebot lässt keine Wünsche offen. Vorne wie hinten verfügt man selbst als Hüne über mehr als komfortable Bein- und Kopffreiheit. Und sollten Sonne oder lästige Blicke von draußen stören, schafft das elektrische Sonnenrollo an der Heckscheibe Abhilfe. Luxus pur ist auch die Massagefunktion, die beim Viersitzer auf allen Plätzen aktiviert werden kann. Auf längeren Autobahnfahrten ist diese Option Gold wert.