Druck abgelassen: Jaguar XK 5.0 Coupé ohne Kompressor

Der neue Jaguar XK kommt mit ähnlichen Leistungsdaten wie sein Vorgänger, aber ohne Aufladung. Wir haben ausprobiert, ob das seinem Charakter geschadet hat

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  • gh
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Nizza, 12. März 2009 – Während der neue Jaguar XF sich optisch ziemlich brav in der oberen Mittelklasse einreiht, wirkt der XK schon fast wie eine Reise in die Vergangenheit. Bei seine Auftritt ist noch nachzuvollziehen, warum sich die Marke mit einer Raubkatze ziert. Der XK gibt sich wenig Mühe, mehrheitsfähig zu wirken, oder gar als Alltagauto gelten zu wollen. Wer den XK fährt, tut dies wahrscheinlich nicht um nur von A nach B zu kommen und stellt sich als Einstiegsmotorisierung wahrscheinlich auch nicht 385 PS vor.

„Jaguar hat schon immer die schönsten Autos gebaut.“, so Jeffrey L. Scott, Marketingchef von Jaguar Deutschland. Gut, was soll der gebürtige Amerikaner auch anderes sagen. Aber wenn wir mal unsere Gedanken schweifen lassen – es waren schon schöne Entwürfe dabei. Schlimme Ausreißer sind in der Jaguar-Historie kaum zu finden, dafür jede Menge großer Würfe. Der größte ist wohl der E-Type aus den 70ern – und der XK steht in der Tradition des E-Type. Die neue Version zeigt senkrechte Lüftungskiemen rechts und links in der Frontschürze und in den Außenspiegeln sitzen ab sofort LED-Blinklichter. Mit frischer LED-Grafik fallen auch die Rückleuchten auf und die Heckschürze darunter liegt noch ein bisschen tiefer als bisher. Die Änderungen zum Modelljahr 2009 sind dezent.

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Nach dem dezenten Facelift: Der neue Jaguar XK Coupé

In der Jaguar-Limousine XF erfreute sie uns zum ersten Mal, jetzt haben wir sie auch im XK: die schicke Mittelkonsole mit metallenem Drehknopf für die Gangwahl. Hinzu kommen sporttaugliche Sitze mit verstellbaren Seitenwangen. Schade: Unter bestimmtem Lichteinfall leidet der Anzeigen-Kontrast im Tacho, was die Ablesbarkeit zeitweise beeinträchtigt. Trotzdem: Man fühlt sich wohl in der englischen Sportlounge, auch wenn sie bei rasanter Fahrt manchmal ein wenig knarzt. Der Raum für das Reisegepäck reicht: 330 Liter Kofferraumvolumen sind etwa mal 20 Liter weniger, als zum Beispiel der aktuelle VW Golf zur Verfügung stellt.