Geländeausflug mit dem neuen Suzuki Grand Vitara
Zum 20. Geburtstag spendiert Suzuki seinem Allrad-Klassiker Grand Vitara zwei neue Ottomotoren. Wir konnten beide fahren und lernten dabei zwei ganz unterschiedliche Charaktere kennen
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Valencia (Spanien), 25. September 2009 – Der Eljot ist an allem Schuld: Ende der 70er kam dieses geschrumpfte Abbild eines Willy´s Jeep in Deutschland auf den Markt, hatte knapp 40 PS, schaffte keine 110 und kostete nur 12.500 DM. Der LJ, wie er eigentlich hieß, bereitete den Boden für eine Fahrzeuggattung, die seinerzeit nicht vernünftiger war als heute: Geländewagen, die fast nur auf der Straße unterwegs sind. Diese Show beherrschte der kleine Aufschneider besser als viele SUVs heute, da verzieh man ihm selbst seinen Durchschnittsdurst von 10 Litern, das Kürzel SUV hat damit übrigens nichts zu tun. Für den Marktneuling Suzuki markierte der kleine Charmeur Eljot auf jeden Fall einen Einstieg nach Maß, es folgten Modelle wie SJ, Jimny oder schließlich der Vitara, der dieses Jahr rüstige 20 geworden ist. Wir konnten das aktuelle Modell mit zwei ganz unterschiedlichen Antrieben fahren.
Breite Frische
Sowohl der drei- als auch der fünftürige Grand Vitara dürfen sich über ein dezent geändertes Gesicht freuen. Ein überarbeiteter Grill und ein paar modifizierte Linien lassen die Wagen ein bisschen breiter und frischer wirken. Außerdem sitzen die Blinker jetzt in den Außenspiegeln – was allerdings beim Geländeeinsatz zu verstärktem Blinkerglas-Verschleiß führen könnte. Und wer sich den Dreitürer mit dem kleinen 1,6-Liter-Motor gönnt, muss noch mit den alten blinkerlosen Spiegeln leben.
Geländeausflug mit dem neuen Suzuki Grand Vitara (36 Bilder)

Agiler Geländegänger: Der Suzuki Grand Vitara als Dreitürer
Beinahe wie gehabt
Genauso vorsichtig wie das Exterieur wurde auch der Innenraum des Vitara angefasst. Ein im Tacho integrierter Bildschirm zeigt jetzt Verbrauch und Tankfüll-Stand an. Zudem wurde die Bedienung der Klimaanlage vereinfacht. Beim Dreitürer empfangen uns neue Sitzbezüge. Für die kurze Strecke in der Stadt oder den holperigen Gelände-Ausflug sind die Sitze gut, auf einer langen Autobahnetappe werden sie schnell unbequem. Den von uns getesteten Sechzylinder-Fünftürer gibt es zunächst nur als auf 750 Exemplare limitiertes Sondermodell „20 Jahre“. Dort kümmern sich serienmäßig Ledersitze um uns, die fürs Langstrecken-Cruisen wie gemacht sind.