Geländeausflug mit dem neuen Suzuki Grand Vitara
Seite 2: Geländeausflug mit dem neuen Suzuki Grand Vitara
Viel bis ganz wenig
Platz ist in der Kabine des Dreitürers erstaunlich viel. Der von außen so kompakte Wagen lässt auch größeren Menschen in der zweiten Reihe ein wenig Beinfreiheit. Nur beim Gepäckabteil wird es dann eng: Gerade mal 184 Liter stehen für Koffer und Sportausrüstung bereit. Legen wir die im Verhältnis 50 zu 50 umklappbare Rückbank vollständig um, steigt der Stauraum auf 964 Liter. Der ebenfalls im Fond geräumige Fünftürer kann auch beim Güter-Transport überzeugen: 398 Liter passen standardmäßig ins Ende des Wagens, liegen die Lehnen der im Verhältnis 60 zu 40 umklappbaren Rückbank, können bis zu 1386 Liter mitfahren.
Guter Kompromiss
Direkt von der Straße geht es für uns über felsiges Gestein. Die Lenkung sowohl des Drei- als auch des Fünftürers arbeitet präzise und leichtgängig – genau so, wie wir es uns für den Offroad-Einsatz wünschen. Auf der Straße wankt der kleine Grand Vitara ein bisschen in die Kurve, sein großer Bruder schwankt nach Herzenslust. Im Gelände knarrt und rumpelt es besonders im Fond, hier könnte die Verarbeitung besonders des Fünftürers deutlich besser sein. Aber die Fahrwerke unserer beiden Probanden ziehen sich gut aus der Affäre – der Dreitürer fährt wegen seines kürzeren Radstandes aber spürbar agiler und sein Unterfahrschutz hat seltener Kontakt mit dem Geläuf. Bremsen können beide Probanden ganz ausgezeichnet
Wenn es mal härter wird
Ihren ernsthaften Willen zeigen die Grand-Vitara-Modelle schon durch ihre technische Ausstattung: ein sperrbares Mittendifferenzial für den permanenten Allradantrieb und eine Untersetzung sind echte Offroad-Merkmale. Unser dreitüriger Vitara mit Fünfgangschaltung bremst unter eingelegter Untersetzung bergab gut ab. Wird es sehr steil, muss aber das Bremspedal helfen – was bei schlammigem Untergrund kritisch werden kann. Wer hier ins seitliche Rutschen kommt, dem droht die Rolle. Die Untersetzung beim Fünftürer mit Fünfgang-Automatik fällt noch länger aus, ist mit der Reduktion eines Defender oder Wrangler nicht mal ansatzweise zu vergleichen. Aber im 20-Jahre-Sondermodell gibt es eine Bergan- und Bergabfahrhilfe. Bergauf halten die Bremsen ESP-gesteuert den Wagen bis zu zwei Sekunden lang fest, was ein Zurückrollen beim Start unterbindet. Die Bergabfahrhilfe lässt den Vitara in zwei verschiedenen Geschwindigkeiten gen Tal zuckeln: Bei gesperrtem Mittendifferenzial sind zehn km/h drin, bei zusätzlich eingelegter Reduktion geht es mit noch besser kontrollierbaren fünf km/h nach unten.