Renault Laguna GT Grandtour 2.0 dCi FAP mit Allradlenkung
Trotz GT-Look bleibt der Franzose mehr Biedermann als Hingucker. In engen Kurven auf Korsika er-fuhren wir jedoch, wozu die mitlenkenden Hinterräder dieses Kombis mit 2-Liter-Diesel und 178 PS im Stande sind
- sg
Porto Vecchio (Korsika), 3. April 2008 – Wahre Schönheit kommt bekanntlich von innen, und auch durch die GT-Applikationen unseres Renault Laguna schimmert der biedere, etwas eigenwillig gezeichnete Familienkombi hindurch. Mehr als entschädigt werden die Fahrer aber von der Allradlenkung, die Renault mit diesem Modell zum ersten Mal in einem Serienauto anbietet.
Auf schnell geschminkt
Dem sportlichen Top-Modell der Laguna-Familie haben die Macher bei Renault nämlich einen deutlich aggressiveren Look verpasst. Durch ein großes, schwarzes Lüftungsgitter in der Front saugt der Motor frischen Sauerstoff, die angedeuteten Schlitze vor den vorderen Radläufen hingegen sind funktionslos. Xenon-Lampen (mehr Licht) und deren abgedunkelte Glasabdeckungen (mehr Überholprestige) komplettieren das Gesicht des familientauglichen Sportsmanns. Zusätzliche Erkennungsmerkmale sind die mattschwarz lackierten Außenspiegelgehäuse und die frech unterm Heck hervorlugenden Chromendrohre. Durch die jagt sowohl unser Diesel-GT als auch dessen 204-PS-starker Bruder mit Turbo-Benzinmotor die Abgase ins Freie.
Renault Laguna GT Grandtour 2.0 dCi FAP mit Allradlenkung (20 Bilder)

Neue Front: Als GT trägt der Renault Laguna ein eigenständiges Gesicht.
Das aktuelle Sportstudio
Im Innenraum geht's zum Thema "Sport" heiter weiter: Die hervorragend konturierten Sitze bieten sehr guten Seitenhalt und einen gelungenen Mix aus Straffheit und Komfort. Genau wie die Dreierbank im Fond sind die vorderen GT-Sessel mit einer Kombination aus schwarzem Leder und grauem Alcantara bezogen, die von schicken weißen Kontrastnähten zusammengehalten wird. Passend dazu gibt's ein ebenfalls weiß abgestepptes, dick umschäumtes Sportlederlenkrad, das schön satt in der Hand liegt. Weitere neue Details im Innenraum sind ein kugelrunder Schalthebelkopf und rennmäßige Pedale, beide aus echtem Aluminium. Andere Zierelemente im Cockpit imitieren das matt glänzende Leichtmetall hingegen nur, so etwa die große Plastikabdeckung auf der Mittelkonsole. Gerade letztere dürfte im Umfeld des ansonsten ansprechend gestalteten und gut verarbeiteten Cockpits nicht jedermanns Geschmack treffen. Ebenfalls nicht optimal ist der kleine wackelige Joystick vor der Mittelarmlehne, mit dem Infotainment und Bildschirmnavi gesteuert werden.