Renault Laguna GT Grandtour 2.0 dCi FAP mit Allradlenkung
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Gnadenlos neutral
Neben dem straff – aber nicht unkomfortabel – abgestimmten Sportfahrwerk und der direkten Lenkung ist es die aktive Hinterachse, die für die Aha-Momente bei engagierter Fahrt sorgt. Das System ist nämlich als eine Art dynamischer Rettungsanker vor das ESP geschaltet. Sobald die Elektronik in einer Fahrsituation Regelbedarf entdeckt, lenkt zunächst die Hinterachse mit, um den Wagen auf Linie zu halten. Erst wenn das nichts mehr nützt, schaltet sich das ESP zügelnd ein. Und das bringt mehr Fahrdynamik, denn "Active Drive" bremst nicht ab, es lenkt mit. Hinterm Steuer lässt sich das als äußerst neutrales Kurvenverhalten erfahren – so neutral, dass es manchmal schwer fällt zu glauben, dass man hier mit einem Fronttriebler durch die Kehren jagt. Selbst mit dem schweren Dieselmotor auf der Vorderachse will die Laguna-Front in Spitzkehren nicht geradeaus weiterfahren, sondern lässt sich gar durch Erhöhung des Lenkwinkels noch enger in die Kurve hineinzerren. Statt zu untersteuern, schiebt die Fuhre dabei sanft über alle vier Räder in Richtung Außenrand.
Richtig gĂĽnstig
Das einzige Problem der Aktivlenkung: Man muss sie tatsächlich selber "erfahren", um sich von ihr überzeugen zu lassen. Das sieht auch Renault so und bietet den Laguna GT daher zum Kampfpreis an. Unser Diesel-Kombi kostet ohne Zusatzausstattung 33.000 Euro, noch günstiger ist aber der Turbo-Benziner als Limousine für 30.500 Euro. Dafür gibt's nicht nur die lenkende Hinterachse, sondern auch edle Extras wie Leder-/Alcantara-Sportsitze, Xenonlicht, Klimaautomatik, 18-Zoll-Alufelgen oder ein MP3-Radio. Zum Vergleich: Ein ähnlich hochgerüsteter VW Passat TDI Sportline Kombi mit 170 PS kostet deutlich über 40.000 Euro.