Vorstellung: Kia Sportage fĂĽr Europa
Kia versieht die europäischen Märkte mit einem eigenständigen Sportage. Die Unterschiede zwischen dem Modell für die globalen Kunden sind beträchtlich.
(Bild: Kia)
Darüber was die rechte Fahrzeuggröße ist, gibt es global höchst unterschiedliche Vorstellungen. Auf dem US-Markt darf es gern etwas mehr von allem sein, in Asien gilt ein langer Radstand mit viel Platz hinten als besonders erstrebenswert. In Europa dagegen sind die meisten Autos vergleichsweise kompakt, wenngleich auch hierzulande die Abmessungen immer größer werden. Kia trägt den unterschiedlichen Vorlieben Rechnung. Der neue Sportage wird in der Europa-Variante kompakter und mit anderen Motoren ausgestattet.
Kaum größer
Wie gehabt ähnelt der Sportage bei den Abmessungen dem VW Tiguan. Mit 4,52 Metern Länge, 1,87 m Breite, 1,65 m Höhe und einem Radstand von 2,68 m haben sich die Dimensionen des Sportage gegenüber dem Vorgänger nur geringfügig verändert. Dennoch verspricht Kia mehr Platz für die Passagiere. Die Batterien für die elektrifizieren Antriebe wurden von Anfang an mit eingeplant und sollen auch deshalb kaum Platz kosten. Kia nennt bis zu 591 Litern, selbst im Plug-in-Hybrid soll es nicht viel weniger sein. Die Rückbank kann im Verhältnis 40:20:40 umgeklappt werden, ob sie sich auch verschieben lässt, verrät der erste Beipackzettel nicht.
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Das Modell für die Märkte außerhalb Europas ist erheblich größer. Auch optisch sind die beiden leicht zu unterscheiden. Die Langfassung ist hinter der C-Säule harmonisch geformt und hat dort ein Seitenfenster. Die Euro-Variante versucht sich stattdessen mit einer klaren Kante, betont durch den Absatz der Chromleisten. Was besser aussieht, möge der Leser anhand der Bilder entscheiden.
Motorenangebot
Wenn der Sportage Anfang 2022 in Deutschland zu den Händlern rollt, kann der Kunde zwischen vielen verschiedenen Antrieben wählen. Das Angebot ist ziemlich breit aufgefächert:
| Leistung E-Motor in kW | Leistung Verbrenner in kW | Systemleistung in kW | Batterie in kWh | |
| Plug-in-Hybrid | 67 | 132 | 195 | 13,8 |
| Hybrid | 44 | 132 | 169 | 1,49 |
| Mild-Hybrid-Benziner | 110 | |||
| 132 | ||||
| Mild-Hybrid-Diesel | 100 | |||
| Diesel | 85 | |||
| 100 |
Benziner und Diesel haben serienmäßig ein „intelligentes Schaltgetriebe“ (iMT) mit sechs Gängen, alternativ kann auch ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen geordert werden. Einige Versionen sollen auch mit Allradantrieb zu haben sein, welche, verrät Kia noch nicht. Auch zu den preisen gibt es noch keine Informationen, mit einem gewissen Respektabstand zum Tiguan rechnen wir aber weiterhin.
Kia Sportage 2022 (8 Bilder)

Verbesserte Helfer
Einen groĂźen Schritt nach vorn verspricht Kia im Bereich der Assistenz. Eine Kamera ĂĽberwacht ausgeschilderte Geschwindigkeitsbegrenzungen. Ist der Fahrer zu schnell, wird gewarnt. Wahlweise kann das System das Auto auch auf das erkannte Tempo einbremsen. Hinzu kommen Daten aus dem Navigationssystem. Der Assistenz passt auf Autobahnen vor einer Kurve die Geschwindigkeit an. Danach soll der Sportage wieder auf das eingestellte Reisetempo beschleunigen. Wie gut das im Alltag funktioniert, wird sich zeigen, denn bei der Erkennung von Tempolimits gibt es zwischen den Herstellern noch immer gewaltige Unterschiede.
Eingegriffen wird neuerdings auch, wenn der Fahrer einen Spurwechsel vollziehen will, obwohl ein anderes Auto im Weg ist. Im Zweifelsfall wird mit Lenk- und Bremseingriffen korrigiert. Auch hier wird die Fehlerrate entscheiden, ob das in der Praxis hilft oder nervt. Die geringsten Zweifel in dieser Richtung darf man wohl am Remote Parkassistenten haben, der den Sportage per Fernsteuerung in enge Parklücken manövriert – und auch wieder heraus, wie Kia verspricht.
(mfz)